Ungarn will EM-Überraschung

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Ungarn will EM-Überraschung

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Mit Assistenz-Trainer Andreas Möller will Ungarn bei der EM an alte Zeiten anschließen.

Andreas Möller ist zurück auf der Fußball-EM-Bühne. Als Assistenzcoach von Österreichs Gruppengegner Ungarn ist der Welt- und Europameister in Frankreich dabei. 1996 holte er mit Deutschland den Titel, 20 Jahre später wäre schon der Vorstoß ins Achtelfinale ein Erfolg.

Große Euphorie in Ungarn
Der 48-Jährige reiste am Dienstag von Budapest in die französische Provence, wo Österreichs Auftaktgegner sein Teamquartier bezog. Locker mit Sonnenbrille und bestens gelaunt sieht man Möller auf dem offiziellen Teamfoto vor dem Abflug. "Auf dem grünen Rasen zu stehen, nahe an der Mannschaft zu sein, das macht schon sehr viel Spaß", sagte Möller jüngst über seinen Job, den er erst im Herbst des vergangenen Jahres antrat. "Die Euphorie in Ungarn ist groß, das spüre ich immer wieder, wenn ich in Budapest bin. Es herrscht Aufbruchstimmung", betonte Möller vor dem EURO-Start. In der jüngeren Vergangenheit war die Haltung dem Nationalteam gegenüber meist schlecht. Der Schatten der Vergangenheit ist lang, immer wieder wird die heutige Generation mit der legendären Elf um Ferenc Puskas verglichen, die 1954 im WM-Finale von Bern gegen Deutschland verlor.

Österreich und Portugal sind Favoriten
Doch das wird alles andere als leicht. Die Ungarn sind der große Außenseiter bei dieser EM. Schon das Überstehen der Gruppenphase wäre bei den Gegnern Portugal, Österreich und Island eine Überraschung. "Portugal und Österreich sind die klaren Favoriten", sagte Möller zur Ausgangslage in der Gruppe F. "Für uns wird es mit Island um Platz drei gehen." Vier der sechs Gruppendritten sichern sich ebenfalls das Ticket für die entscheidende K.o.-Phase.

Doch Möller und Storck haben nicht nur das Turnier in Frankreich im Blick. Das deutsche Trainer-Duo schaut schon weiter. "Nach der EM gibt es schon wieder eine Qualifikation für die nächste WM. Es geht darum, die Mannschaft zu entwickeln, den Rückstand, den wir haben, aufzuholen", erläuterte Möller. "Damit die EM-Teilnahme nicht nur eine Momentaufnahme bleibt."