Nächste Finalpleite für Griezmann

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Nächste Finalpleite für Griezmann

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Frankreichs Toptorschütze blieb gegen Portugiesen wirkungslos.

Den Goldenen Schuh für den EM-Torschützenkönig nahm Antoine Griezmann regungslos entgegen, das Posieren für die Fotografen ließ Frankreichs Topstürmer über sich ergehen. Für den 25-Jährigen von Atletico Madrid endete das Finale der Heim-Europameisterschaft mit der nächsten Enttäuschung. Nur 43 Tage nach dem verlorenen Champions-League-Endspiel stapfte Griezmann wieder als Verlierer in die Kabine.

"So ist Fußball"
"Es ist frustrierend und nervig, aber so ist Fußball", meinte Griezmann in seiner ersten Enttäuschung. Schon Ende Mai hatte er mit Atletico im finalen Elfmeterschießen gegen Real Madrid die Trophäe in der Königsklasse liegen lassen. Gegen Cristiano Ronaldo und Pepe folgte Sonntagabend im Stade de France mit dem 0:1 n.V. nun die nächste Pleite. Griezmann fand zwei Chancen per Kopf vor, seine Ausbeute von sechs Turniertoren konnte er gegen das Heimatland seiner Großeltern mütterlicherseits aber nicht mehr erhöhen.

Wirkungslose Offensive
"Wir waren knapp dran, sehr knapp. Es ist frustrierend. Es war einfach nicht unser Abend", sagte der kleine Wirbelwind, dessen Tempodribblings von den Portugiesen meist im Ansatz verhindert wurden. "Portugal hatte nicht viele Chancen, aber sie haben schlau gespielt", erkannte Griezmann. Auch seine Nebenleute Dimitri Payet und Olivier Giroud - das Trio kam in Summe auf zehn EM-Tore - blieb gegen Pepe und Co. fast wirkungslos.

"Kleine Prinz"
In Griezmanns Geburtsstadt Macon nördlich von Lyon hatten sie eigens Plakate zur Unterstützung ihres berühmten Sohnes aufgehängt. Der Angreifer war zunächst ganz schwach in die EM gestartet, mit seinen Toren hatte er sich danach aber in die Herzen der Fans in ganz Frankreich gespielt. Schnell wurde der einst in jüngeren Jahren auch schon mal eher undisziplinierte Griezmann zum "kleinen Prinzen" und "Retter" auserkoren.

Deschamps spendet Trost
Bis auf drei Treffer war er an das einstige französische Idol Michel Platini herangekommen. Der gefallene Ex-Präsident der UEFA teilt sich den Rekord von neun EM-Toren auch nach dem Finale mit Ronaldo. Der im Vergleich mit Portugals Star sechs Jahre jüngere Griezmann könnte die Bestmarke bei den paneuropäischen EM 2020 erneut angreifen. Didier Deschamps spendete seinem Schützling Trost. "Vielleicht war er heute nicht kaltschnäuzig und frisch genug. Aber ich kann ihm keinen Vorwurf machen. Ich bin sicher, es werden für ihn bessere Tage kommen", erklärte Frankreichs Teamchef.