"Eine Katastrophe"

Tote Hose bei Olympia – "Sind der Blinddarm der Spiele"

Spätestens seit der Gold-Show von Benjamin Karl ist ganz Österreich im Olympia-Fieber. In Italien selbst die Olympiastimmung aber nicht überall zu spüren, vor allem in Bormio ist vielmehr tote Hose. 

Der 4.000-Einwohner-Ort, in dem die alpinen Bewerbe der Herren stattfinden, ist menschenleer, schon kurz nach der Abfahrt am Samstag waren praktisch keine Fans mehr zu sehen. „Bormio ist der Blinddarm dieser Spiele“, beklagt Ö3-Legende Adi Niederkorn. Vor allem im Vergleich mit Wengen oder Kitzbühel gibt es keine Stimmung . „Dass dort eine Sonnenterrasse bei einem Lokal kurz vor oder während des Rennens leer ist, wäre unvorstellbar. Nach diesen Klassikern ist Bormio ernüchternd, eine Katastrophe“, so der ORF-Reporter.

Bormio
© Getty

Bormio
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Kritik am Konzept

Schuld daran ist das Olympia-Konzept mit sechs Veranstaltungsorten, die weit auseinander liegen. Bormio liegt dabei – ähnlich wie Livigno oder Antholz – sehr abgelegen, von Mailand braucht man ganze drei Stunden mit dem Auto.

Bormio
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„Wir sind hier völlig abgeschieden von der Olympiafamilie, es tut sich nichts, das ist nicht der Flair, den ich mir bei Olympischen Spielen wünschen würde“, so ORF-Experte Hans Knauss.

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Aus sportlicher Sicht gibt es hingegen nichts zu beklagen. Die Stelvio ist einer Olympiapiste absolut würdig.

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