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Salzburgs Bullen erlegen den spanischen Stier!

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Red Bull Salzburg hat am Mittwoch Abend die Sensation geschafft und den hohen Favoriten Valencia im Hinspiel mit 1:0 besiegt. Der verdiente Siegtreffer für die Mozartstädter fiel in der 73. Minute durch Pitak.

Vor dem Anpfiff hatten die Salzburger bereits mit einer Sensation spekuliert: Valencia noch mitten in der Vorbereitung, keine Erfahrung mit dem Salzburger Kunstrasen - all das wollten Trapattoni und Matthäus ausnutzen, um den spanischen Favoriten ein Bein zu stellen.

Tiffert-Ersatz wird zum Matchwinner
Was die Bullen rund um Goalgetter Alex Zickler (der diesmal Pech hatte und ohne Torerfolg blieb) in einer beeindruckenden Manier gelang, mit der selbst die kühnsten Optimisten vor dem Spiel nicht gerechnet hätten. Überfallsartig startete man gegen das spanische Starensemble, schnürte Valencia ein und kam zu mehreren guten Chancen. Dabei mussten die Salzburger unter anderem auf den gesperrten Mittelfeldmotor Tiffert verzichten, der jedoch durch den Tschechen Pitak mehr als adäquat ersetzt wurde.

Jezek und Pitak kurbelten an den Flanken, in der Mitte zeigte Carboni mit seiner Kampfkraft, wieso er so wichtig für die Salzburger ist. Eine Kombination von Jezek und Pitak bedeutete letztlich auch den verdienten, wenn auch späten, Siegtreffer für Salzburg: Jezek-Flanke und Pitak lässt Valencia-Goalie Canizares keine Chance (73.).

Valencia-Offensive zu spät
Für Salzburg Tormann Timo Ochs wurde es nur am Ende brenzlig:In der 75. und 76. Minute verhinderte er mit unglaublichen Reflexen einen Doppelpack des frisch eingewechselten Superstars David Villa, in der 83. Minute musste Altstar Morientes die Klasse des Deutschen zur Kenntnis nehmen. Und kurz vor dem Ende hatten die Spanier dann noch Glück, nicht höher zu verlieren: Bodnar ziegt ab, sein Schuss verfehlt aber um Millimeter das Tor.

Österreicher nicht gefragt
Einziger Wermutstropfen aus österreichischer Sicht: Trapp und Matthäus ließen keinen Österreicher in der Startformation einlaufen. Erst in der 51. Minute kam Mittelfeldspieler Aufhauser, kurz vor dem Ende dann auch noch Abwehrurgestein Winklhofer. Für Andi Ivanschitz war international einmal mehr kein Platz: statt mit der Bullenherde über das Feld zu traben durfte der Teamspieler nur am Bankerl im Bullenstall Platz nehmen.

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