Gelungener Auftakt für den Tiger

Tolles Comeback von Tiger Woods bei US-Masters

Nach fünf Monaten seines familiären Skandals hätte Tiger Woods kein beeindruckenderes Comeback im Wettkampfgolf geben können. Mit 138 Schlägen (68+70) lauerte der Weltranglisten-Erste nach zwei Runden auf dem Par 72-Kurs an der Magnolia Lane bis zum Freitagmittag (Ortszeit) auf den Sprung an die Spitze. Der US-Amerikaner war ohne fünfmonatige Wettkampfpraxis zum ersten Major des Jahres angereist.

"Es ist unglaublich", meinte ein glücklicher Woods nach seinem vorerst gelungenen Comeback. Es war beim 16. Masters-Antreten Woods' beste Startrunde überhaupt. Dank zweier Eagles absolvierte er die erste Runde in Augusta erstmals unter 70 Schlägen, blieb vier unter Par. "Jeder schien heute weniger Schläge zu brauchen, es sind über 30 Spieler unter Par geblieben. Wenn ich heute gut geputtet hätte, hätte es eine wirklich sehr spezielle Runde werden können", sah Woods Steigerungsmöglichkeiten.

Die Unkenrufe, dass Woods nach 1997, 2001, 2002 und 2005 das Masters nach seiner Pause wegen des Sex-Skandals keinesfalls wieder gewinnen könne, werden vorläufig verstummen. Viele hatten vermutet, die langen Wochen und Monate, in denen Woods nur wegen seiner Sexsucht und seiner ehelichen Untreue Schlagzeilen gemacht hatte, würden sich vor allem auf den mentalen Bereich des Spiels negativ auswirken. Weit gefehlt. Der 14-fache Major-Gewinner trat selbstbewusst und mit einer überzeugenden Körpersprache auf. Dass ihn die Fan stets anfeuerten, machte ihm die Sache noch leichter.