Gegen Warriors

Historisch: Vikings stürmen mit Rekord-Sieg in Gold Bowl

American-Football-Spieler der Vikings laufen unter buntem Rauch ins Stadion ein, Fans jubeln auf den Rängen.
© hannes jirgal
Die Vienna Vikings stehen nach einem ungefährdeten 71:34-Sieg gegen die London Warriors im ersten Gold Bowl der Geschichte.
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4.561 Zuschauer im Sport-Club-Stadion wurden am Samstagabend Zeugen einer historischen Vikings-Gala. Die Wiener ziehen mit einem unglaublichen 71:34-Sieg gegen die London Warriors in den ersten Gold Bowl der Geschichte. Dort treffen sie am kommenden Sonntag in Duisburg auf den Sieger des zweiten AFLE-Halbfinales am Sonntag (18.00 Uhr, live Sport 1) zwischen Rhein Fire und den Wroclaw Panthers.

Nachdem die Warriors in der Vorwoche Rhein Fire beinahe einen Sieg abgeluchst hätten, gingen sie enttäuscht vom Platz. Was davor in Hernals zu sehen war, war eine magische Vikings-Vorstellung. Das Team von Head Coach Chris Calaycay ließ ab der ersten Sekunde keinen Zweifel, wer der Herr im Haus ist. Mit insgesamt 105 Punkten wurden die Fans auch Zeugen des Spiels mit den meisten erzielten Punkten in dieser Saison, sowohl insgesamt als auch von einem einzigen Team in einer Partie. Es waren sogar die meisten Punkte, die in einer europäischen Profi-Liga je erzielt wurden. Und auf das punktereichste NFL-Spiel (113 Punkte beim 72:41 Giants vs. Commanders 1966) fehlten am Ende nur acht Punkte.

Schon vor dem Kick-off wurde diesmal richtig für Stimmung gesorgt. Der ehemalige Frontman der Kult-Band Russkaja, Georgij Makazaria, sorgte mit seiner Interpretation der österreichischen Bundeshymne für Gänsehautstimmung. Schon zuvor sorgte Maddy Rose mit ihrer Interpretation von "God Save The King" für das passende Play-off-Gefühl.

Mann mit Mikrofon spricht auf einem Football-Feld vor einer Menschenmenge.
Georgij Makazaria sang die österreichische Bundeshymne. © hannes jirgal

Mayr-Show in erster Halbzeit

Mann des Spiels war Wide Receiver Yannick Mayr. Der Passempfänger glänzte trotz kurzem Verletzungsschock (er konnte weiterspielen) mit einem 82-Yard-Touchdown-Pass auf Darrell Stewart Jr. und konnte selbst auch dreimal den Ball in der Endzone fangen. "Der Spielzug hat im Training gut funktioniert. Wie wir ihn dann gespielt haben, hatte ich schon ein wenig Angst mit dem Ball in der Hand und habe ihn schnell weggeworfen und Stewart hat sein Ding gemacht", lacht Mayr nach dem Sieg und meint scherzhaft: "Den Rushing Touchdown habe ich mir noch für das Finale aufgehoben."

Im Schlussviertel schalteten die Vikings mit dem Finale-Einzug vor Augen einen Gang zurück. Beim Stand von 68:27 bekam der heimische Backup-Quarterback Nico Hrouda noch Spielzeit und durfte erstmals auf internationaler Ebene Play-off-Luft schnuppern und brachte den Sieg am Ende zu Hause und konnte das Ticket nach Duisburg buchen, wo nun der nächste historische Coup folgen soll.

Auch Quarterback Ben Holmes zog nach der Rekord-Show zufrieden Bilanz: "Wir haben unser Ding durchgezogen und es hat vieles gut geklappt." Mit Blick auf das Endspiel kommende Woche ist ihm egal, wer der Gegner wird: "Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren und die kleinen Fehler ausbessern."

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