Hund von abgestürzten Fußball-Star wartet aufs Herrchen

Trauer um Sala

Hund von abgestürzten Fußball-Star wartet aufs Herrchen

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Nala, der Hund des vermissten Fußballstars Emiliano Sala (28), schaut hoffnungsvoll auf den Horizont. 

Am 21. Jänner stürzte der argentinische Fußball-Profi Emiliano Sala mit einer einmotorigen Propellermaschine über dem Meer ab. Das Wrack wurde bereits entdeckt. Darin die Leiche eines Insassen. Die Behörden gingen bald vom Tod des Flugzeug-Passagieres und des Piloten aus. Am 2. Februar dürfte zumindest die Familie Salas aber noch Hoffnung auf sein Überleben gehabt haben. "Nala wartet auf dich", schriebt Salas Schwester Romina dazu, die das Bild am 2. Februar auf Facebook teilte.

Am Montag dann bargen Taucher eine Leiche an Bord des Flugzeug-Wracks. Ob es sich dabei um Sala oder Pilot Ibbotson handelt, ist noch unklar. Für Emilianos Vater Horacio ist das mittlerweile egal: "Die Hoffnung ist weg. Mir fehlen die Worte. Ich hoffe, beide Körper sind dort. Wir haben die Hoffnung aufgegeben, dass beide lebend gefunden werden."

 
Der Vater von Emiliano Sala wähnt sich in einem "Albtraum", doch die Hinweise auf den Tod seines Sohnes bei einem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal vor zwei Wochen verdichten sich. Wie die britischen Ermittler am Montag bestätigten, wurde das Wrack seiner Maschine auf dem Meeresgrund gefunden. Auf Unterwasserbildern von dem Wrack war die Leiche von einem der insgesamt nur zwei Insassen zu sehen.
 
"Tragischerweise" sei auf Videoaufnahmen, die ein Tauchroboter machte, "ein Insasse mitten in dem Wrack sichtbar", teilte die britische Behörde für die Untersuchung von Luftfahrtunglücken (AAIB) mit. Sie prüfe nun in Abstimmung mit den Angehörigen der beiden Flugzeuginsassen und der Polizei das weitere Vorgehen.
 

Wrack im Ärmelkanal gefunden

In der Nacht hatte eine Sprecherin der Behörde bereits den Fund des Wracks am Grunde des Ärmelkanals bestätigt. Die Behörde veröffentlichte Fotos von dem Wrack, auf denen die Registrierungsnummer des Flugzeugs zu sehen war. Die Wassertiefe wurde auf den Bildern mit 67,7 Metern angegeben.
 
Das private Suchunternehmen Blue Water Recoveries hatte das Wrack nach eigenen Angaben am Sonntagvormittag entdeckt und die Behörden eingeschaltet. Firmenchef David Mearns schrieb auf Twitter, auf dem Meeresgrund gebe es eine "große Menge an Wrackteilen". Dem Sender BBC sagte er, die Maschine sei zerbrochen, "aber das meiste von ihr ist da".
 
Salas Familie hatte Blue Water Recoveries mit der Suche nach dem vermissten Flugzeug beauftragt. Dabei kam das mit einem Sonargerät ausgestattete Schiff "FPV Morven" zum Einsatz. Zuvor waren in Nordfrankreich bereits vermutlich von dem Flugzeug stammende Sitzteile angeschwemmt worden. Salas Vater reagierte erschüttert auf die Nachricht vom Fund der Maschine. "Ich kann es nicht glauben, das ist ein Albtraum", sagte Horacio Sala einem argentinischen Fernsehsender.
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