Nachsitzen bei Bullen

Macarena-Flügel: FIA trifft Entscheidung

Charles Leclerc und sein Ferrari
© NurPhoto via Getty Images
Der rotierende Heckflügel von Ferrari und Red Bull wird von der FIA nicht verboten, die Bullen müssen aber dennoch nachsitzen.
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Das neue Reglement sorgte für einige Tüfteleien bei den Teams, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Praktisch gleichzeitig entwickelten Ferrari und Red Bull Racing den rotierenden Heckflügel, Teamchef der Scuderia Frederic Vasseur taufte diesen "Macarena-Flügel".

Bei beiden Rennställen – Ferrari etwas früher als Red Bull – funktioniert die Technik in den ersten Rennwochenenden tadellos. Und dann crashte Max Verstappen gleich zweimal, in Spielberg und in Silverstone.

Damit schaltete sich die FIA ein, um die Sicherheit zu gewährleisten, und bat beide um zusätzliche Informationen. Immerhin werden andere Teams nachziehen, darunter McLaren in einem der "Wochenenden nach der Sommerpause", wie es heißt.

Red Bull musste nachbessern

Die FIA stellte sich nun vor Medienvertreter, wo FIA-Formelsport-Direktor Nikolas Tombazis sagte: "Als das erste derartige Design auftauchte, wollten wir sicherstellen, dass es absolut sicher ist." Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA-Analyse) fand einen positiven Abschluss.

Die vorgeschriebene Schließzeit plus das Verhalten des Boliden danach wurden getestet. "Wir haben sehr intensive Gespräche geführt, um sicherzugehen, dass wir diese Designs für sicher halten", so Tombazis. "Hauptsächlich wollten wir ausschließen, dass jemals das Risiko etwa eines Hydraulikausfalls besteht."

Für Red Bull Racings Technikchef Pierre Wache stand im Anschluss aber noch Arbeit an. Nicht auf Drängen der FIA, wie Tombazis betonte, sondern wegen der eigenen Sicherheit. Zwischenzeitlich wechselte der Rennstall deshalb auf eine spezifische Variante, ehe Max Verstappen und Isack Hadjar in Ungarn zur regulären Variante zurückkehrten.

Nun gilt es, abzuwarten, welche Teams wann nachziehen.

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