Formel 1

Wolkenimpfung! F1-Macher wollen Regen erzwingen

Ein Red Bull Formel-1-Rennwagen fährt vor der großen Tribüne des Sepang International Circuit.
© APA/AFP/LILLIAN SUWANRUMPHA
Rauch von Waldbränden, dazu Hitzealarm: Vor dem Comeback in Sepang greifen die F1-Macher ins Wetter ein. Künstlicher Regen soll die Luft reinigen.
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Regen auf Bestellung für die Formel 1! Vor dem Comeback in Sepang lassen die Veranstalter Wolken impfen. Die erhofften Schauer sollen den Dunst aus der Luft waschen, bevor am Sonntag auf dem Sepang International Circuit in Malaysia gefahren wird (9 Uhr, live ServusTV und im Sport24-Liveticker).

Nach neun Jahren kehrt die Formel 1 nach Malaysia zurück. Doch Rauch von Waldbränden in Indonesien macht die Luftqualität zum Thema. Der Streckenbetreiber hat deshalb Katastrophenschutz und Wetterdienst eingeschaltet. Rund um den Kurs wurde bereits mit der Wolkenimpfung nachgeholfen.

Bei zu viel Dunst droht die Absage

Dabei geht es um mehr als einen trüben Himmel. Laut Streckenchef Azhan Shafriman Hanif gibt es beim Luftverschmutzungsindex klare Grenzwerte für eine Verschiebung oder Absage. Der künstlich ausgelöste Regen soll verhindern, dass die Belastung zu hoch wird.

Noch rechnen die Veranstalter mit einem planmäßigen Rennen. Der offiziell als Bahrain-Grand-Prix geführte Lauf lockt jedenfalls schon vor dem Start so viele Besucher wie nie: Fast 100.000 Tickets sind verkauft – Rekord für Sepang.

Kühlung fürs Cockpit wird Pflicht

Und selbst wenn der Rauch weicht, bleibt die Hitze. Für Sonntag werden rund 31 Grad erwartet, gefühlt sollen es 35 sein. Die FIA hat bereits einen "Heat Hazard" ausgerufen.

Für die Teams hat das konkrete Folgen: Sie müssen die vorgeschriebenen Komponenten des Fahrer-Kühlsystems einbauen. Die Wetterprognose der Formel 1 nennt für den Rennsonntag zudem eine Regenwahrscheinlichkeit von 30 Prozent.

Verstappen kennt den Weg nach ganz vorne

Mehr als die Hälfte des Feldes hat noch nie ein Formel-1-Rennen in Sepang bestritten. Max Verstappen dagegen gewann hier 2017 das bislang letzte Rennen.

Zwei Männer im Red-Bull-Teamoutfit lächeln in einer Formel-1-Boxengasse.
Max Verstappen kennt die Strecke in Sepang gut. © EPA

Am Freitag war der vierfache Weltmeister gleich wieder der Schnellste: Im ersten freien Training legte er in 1:37,520 Minuten die Bestzeit vor. George Russell folgte mit 0,383 Sekunden Rückstand vor Isack Hadjar im zweiten Red Bull.

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