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Der dunkle Schatten von Tierversuchen

Am 24. April war Welttag für Tierversuche und Gedenktag für Millionen Tiere, die für uns leiden.

Wie sieht das Leben von Labortieren aus? Im EU-Raum stirbt, laut Tierschutz-Organisationen, alle drei Sekunden ein Tier in einem Versuchslabor. In Deutschland liegt diese Todesrate bei 11 Sekunden. Diese Labortiere leiden für unser vermeintliches Wohlergehen.

In dem Animationsfilm "Save Ralph" von und für The Humane Society folgt ein Kamerateam dem Kaninchen Ralph – und begleitet es bei seiner „Arbeit“ als Tester für Kosmetik. Ralph versucht sein Schicksal gelassen zu nehmen, kann sein Leid aber kaum verbergen. Ein berührender Film, der Tierversuche auf eine etwas andere Art und Weise betrachtet.

Ralph ist auf dem rechten Auge blind und mit seinem rechten Ohr hört er nur noch ein Piepsen – beides Auswirkungen von vergangenen Versuchen, die an ihm durchgeführt wurden. Trotzdem ist er eigentlich zufrieden mit seinem Job, das versucht er sich zumindest einzureden. Die Kameras begleiten Ralph einen ganzen Tag lang, vom Frühstück zu Hause bis zum Ende seiner Schicht im Labor.

Die Illusion von einem sicheren Lippenstift

Außer dem blinden Auge und dem tauben Ohr hat Ralph noch weitere Verletzungen, etwa die chemischen Verbrennungen auf seinem Rücken. „Aber es ist keine große Sache, das tut nur weh, wenn ich atme oder mich bewege oder so“, sagt Ralph beim Zähneputzen.

Auch keine große Sache ist, dass alle Familienmitglieder von Ralph ebenfalls Versuchstiere waren – und gestorben sind. „Das ist ok. Wir wurden dafür geboren, das zu tun und das macht uns Kaninchen glücklich“, sagt Ralph. Kurz danach läuft ihm eine Träne übers Gesicht.

Lange Zeit zu trauern hat er allerdings nicht. Eine Hand packt ihn von oben und trägt ihn aus seiner Wohnung ins Labor – Zeit zu arbeiten. Ralph wird mit einem Gestell am Hals fixiert und bekommt eine flüssige Substanz in sein gesundes Auge gespritzt. „Ich weiß, es schaut schlimm aus, aber so wie ich das sehe, mache ich meine Arbeit. Wenn nur ein Mensch die Illusion von einem sichereren Lippenstift oder Deodorant haben kann…“

Als der Arbeitstag vorbei ist, kann Ralph seine Schmerzen nicht mehr verstecken. Er humpelt, hat Rückenschmerzen und kann nicht mehr richtig sehen. Aber noch immer versucht er, die Situation positiv zu sehen. Seine Botschaft an Menschen, die an Tieren getestete Kosmetik verwenden: „Ohne euch und Länder die Tierversuche erlauben, hätte ich keinen Job. Dann wäre ich jetzt auf der Straße. Also eigentlich nicht auf der Straße, eher auf einem Feld, denke ich.“

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 2. Mai 2021, hier in voller Länge sehen.

Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 9. Mai 2021, 18:30 Uhr.



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