Die beliebtesten Zucht-Pilze der Österreicher

Diashow Die beliebtesten Zucht-Pilze der Österreicher

Austernpilz - Pleurotus ostreatus

Weitere Namen: Austernseitling, Hiratake, Tamogitake, Píng Gu, Sadafi, Chippikkoon

Der Austernpilz ist ein sehr einfach zu züchtender Speisepilz. Das Myzel dieses Pilzes ist sehr robust, weshalb er einer der beliebtesten Zuchtpilze ist. Die Fruchtkörper erreichen einen Durchmesser von
5 - 15 cm. Der Hut ist graubraun bis violett, nach unten hin zu den Lamellen und beim Stiel geht die Farbe ins Weißliche über. Pleurotus ist reich an Vitaminen des B-Komplexes wie u. a. B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B5 (Niacin), B6 und B7 (Biotin). Darüber hinaus enthält er Folsäure sowie die Vitamine C und D (Calciferol). Ein Viertel der Trockensubstanz dieses Pilzes besteht aus Proteinen und enthält alle essentiellen Aminosäuren. Sehr wichtige Inhaltsstoffe des Pleurotus sind auch ß-Glukane (Polysaccharide), Pleuran und Lovastatin.

Buchenrasling weiß oder braun - Hypsizygus tessellatus

Weitere Namen: Buchenpilz, Buna-shimeji, Yamabiko Hon-shimeji, Tamo - motashi

Aufgrund seiner feinen Textur ist dieser Pilz einer der schmackhaftesten unter den austernähnlichen Pilzen. Der Buchenpilz wird halbkugelig bis flach und ist am Hut mit "Wassertropfen" marmoriert und am Rand eingerollt. Der Durchmesser beträgt 2-7 cm.

Champignon weiß oder braun - Agaricus bisporus

Weitere Namen.: Agaricus brunescens Peck, Egerling, Angerling, White Button Mushroom

Der Champignon ist der weltweit am meisten kultivierte Speisepilz. Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Champignons sind Eiweiß, Kohlehydrate, Ballaststoffe. Auch durch seine Mineralstoff-zusammensetzung eignet sich der Champignon für einen Einsatz in der täglichen Küche, und das nicht nur bei einer auf Gewichtsabnahme ausgerichteten Diät.

Eichhase - Ployporus umbellatus

Weitere Namen: Dendropolyporus umbellatus, Polyporus, Ästiger (Büschel-)Porling, Grifola Umbellata, Zuh Ling, Tsuchi-maiutake

Der Eichhase bildet büschelige, aus zahlreichen gestielten runden Einzelhüten bestehende Fruchtkörper. Diese können Durchmesser von 20 bis 40, manchmal auch 50 cm erreichen und mehrere Kilogramm wiegen. Die einzelnen Stiele laufen in einem gemeinsamen Strunk zusammen. Dieser entspringt einem schwarzbraunen Sklerotium, das sich dicht unter der Erdoberfläche befindet. Es riecht jung angenehm mehlartig, im Alter besitzt es jedoch einen unangenehmen Geruch. Der Eichhase beinhaltet reichlich Polysaccharide, B-Vitamine und Triterpene (Polyporusterone).

Igelstachelbart - Hericium erinaceus

Weitere Namen: Affenkopfpilz, Löwenmähne, Yamabusitake (versteckter Bergpilz), Pom-Pom blanc

Seinen Namen verdankt der Igelstachelbart seiner außergewöhnlichen Form. Er ist rundlich-oval oder auch herzförmig und auf seiner Außenseite mit vielen dicht stehenden langen Stacheln bedeckt. Die Chinesen fanden aufgrund dessen diesen treffenden Namen für ihn. Er wird dort aber auch als "Affenkopfpilz" bezeichnet, da der Fruchtkörper an einen behaarten Affenkopf erinnert. Der Igelstachelbart gilt in China als ein beliebter und vorzüglicher Speisepilz. Er ist nämlich einer der wenigen Pilze, die in gekochtem Zustand ein starkes Hummer-Aroma besitzen. Im europäischen Raum hält sich die Bekanntheit des Igelstachelbarts eher in Grenzen, obwohl er in Teilen des Kontinents, auch in Österreich, beheimatet ist. Sein einzigartiger Geschmack und das überaus dekorative, korallenartige Aussehen machen in zu einer begehrten Delikatesse. In der freien Natur kommt dieser Pilz in Europa, Nordamerika und Asien (vor allem China und Japan) in Laubwäldern vor. Der Igelstachelbart ist reich an Kalium, Zink, Eisen, Germanium, Selen, Phosphor und enthält alle essentiellen Aminosäuren sowie Polysaccharide und Polypeptide.

Judasohr - Auricularia auricula-judae

Weitere Namen: Mu-Err, Mo-er, Chinesische Morchel, Holunderpilz, A. Auricula, Maomuer, Yung Ngo, Muk Ngo, Kikurage, Mokurage, Aragekikurag

Dieser Pilz besitzt eine feste Textur und nur wenig Eigengeschmack, daher nimmt er das Aroma von Gewürzen besonders gut an. In Asien wird er traditionell in Saucen und Suppen verwendet, da er beim Kochen Inhaltsstoffe abgibt die die Suppe bzw. Sauce leicht eindicken und sämiger machen. Judasohrpilz hat einen gelatineartigen Hut und dieser ist wie ein Ohr geformt. Generell hat der Hut einen lila grau-braunen bis hin zu einem schmutzig braunen Farbton und ist 2-15cm breit. Außerdem ist er von einem Gerüst aus feinem Haaren umgeben. Die Oberfläche ist glatt und zum Zentrum hin gefaltet. Manchmal wird dieser Pilz im Handel auch als Chinesische Morchel bezeichnet, jedoch ist das Judasohr mit den Morcheln nicht artverwandt. Der Pilz enthält viele Spurenelemente wie z. B. Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Silizium und Zink und zudem wertvolle Eiweiße sowie weitere Bioaktivstoffe.

Klapperschwamm (Maitake) - Grifola frondosa

Weitere Namen: Laubporling, Spatelhütiger Porling, Maitake, Kumotake, Huai Su Gu

Der Maitake galt besonders im asiatischen Raum bereits vor einigen Jahrhunderten als eine ausgesprochene Besonderheit. Grund dafür ist zum einen seine ungewöhnliche, buschartige Form, die es dem Pilz erlaubt, sich besonders gut an seine Umgebung anzupassen und ihm somit eine ausgezeichnete Tarnung ermöglicht. Zum anderen galt er aufgrund seiner Inhaltsstoffe als derart wertvoll, dass seine Fundstellen von Sammlern streng geheim gehalten wurden. Heute ist der Maitake im asiatischen sowie im europäisch-amerikanischen Raum als köstlicher, fleischiger Speisepilz bekannt, der sich durch seinen hohen Nährwert auszeichnet. Die Fruchtkörper haben eine bräunliche bis dunkelgraue Farbe. Aus jedem Pilzstamm sprießen viele überlappend wachsende Hüte mit einem Durchmesser von 2 - 10 cm. Unter besonders guten Bedingungen kann Grifola frondosa Fruchtkörper mit einem Gewicht von 500 g und mehr hervorbringen.

Kräuterseitling - Pleurotus eryngii

Weitere Namen: Brauner Kräuterseitling, Königsausternpilz, Eryngii, "Steinpilz" der Steppen, Xìng Xào Gu, Saesongi Peoseot

Charakteristisch für den Kräuterseitling sind sein zartes Aroma und sein Fleisch, das eine steinpilzartige Konsistenz hat. Der Eryngii ist ein delikater Speisepilz, der ähnlich wie Steinpilze verwendet werden kann. Die Fruchtkörper haben Durchmesser von 3-10 cm, der Stiel wird 3-10 cm lang. Der Kräuterseitling produziert Fruchtkörper, die bei besonders guten Bedingungen ein Gewicht von bis zu 300 g pro Stück erreichen können. Gekühlt sind die frisch geernteten Fruchtkörper bis zu 2 Wochen haltbar!

Lungenseitling - Pleurotus pulmonarius

Weitere Namen: Sommer-Austernpilz, indischer Austernpilz, Phoenix Pilz, Dhingri

Der Fruchtkörper erreicht einen Durchmesser von 5 - 20 cm. Der Hut ist hellgrau bis beige und zartlila-gräulich. Geschmack, Haltbarkeit und Zubereitung in der Küche sind vergleichbar mit dem "normalen" Austernpilz, wobei der Lungenseitling bei wärmeren Temperaturen fruchtet und sich daher bestens für den Anbau während der wärmeren Jahreszeiten anbietet.

Mandelpilz - Agaricus blazei Murrill

Weitere Namen: Brasilianischer Mandel-Egerling, Sonnenpilz, Lebenspilz, Jisongrong, Himematsutake, Kawariharatake, Cogumelo de Deus, ABM, Agaricus subrufescens (Peck), A. brasiliensis (Fr.)

Der Mandelpilz ist ursprünglich im Regenwald Brasiliens beheimatet. Den brasilianischen Ureinwohnern ist dieser besondere Vitalpilz schon seit Langem bekannt, weshalb er je nach Region "Cogumelo do Sol" (Sonnenpilz), "Cogumelo da Vida" (Lebenspilz) oder sogar "Cogumelo de Deus" (Pilz Gottes) genannt wird. Der Mandelpilz weist eine besonders ausgewogene Konzentration an Vitaminen, wertvollen Mineralstoffen, Eiweißen und Aminosäuren sowie einen hohen Anteil an Polysacchariden auf. Nicht nur diese Bestandteile, sondern auch sein charakteristisches Mandelaroma zeichnen den Agaricus blazei Murrill als einen hochwertigen Speise- und Vitalpilz aus.

Raupenpilz - Cordyceps sinensis

Weitere Namen: Chinesischer Raupenpilz, Tibetanischer Raupenpilz, Raupenkeulenpilz, Jyartsa Ggunbu (Sommergras-Winterwurm), yatsa gunbu , yarshagumba, yarchagumba, chong cao, Ophiocordyceps sinensis

Wissenschaftler unserer Zeit haben seine Inhaltsstoffe analysiert und zahlreiche Wirkungen bestätigt. Der Raupenpilz enthält neben Vitaminen und Spurenelementen essenzielle Aminosäuren sowie hochwertige Polysaccharide. Außerdem machen Inhaltsstoffe wie Cordycepin, Ophicordin und Galactomannan diesen Pilz so ungeheuer interessant. Auch Sportler nutzen sie, da sie als Doping-Mittel nicht verboten sind. Sportler im asiatischen Kulturraum verwenden Cordyceps seit Langem zur Energie- und Ausdauersteigerung. Im Jahr 1993 wurden bei den chinesischen Staatsmeisterschaften in Peking fünf Weltrekorde in Laufsportarten vom selben Team gebrochen. Ma Junren, der Trainer dieses Teams, verriet auf Nachfrage von Reportern, dass seine Athletinnen ihre Kraft und Ausdauer dem Cordyceps-Pilz verdankten. Für den Menschen interessante Wirkungen dieser Pilze sind in chinesischen Kräuterbüchern dokumentiert, die bis zu 2.000 Jahre alt sind. Cordyceps-Arten, allen voran C. sinensis und C. militaris, sollen der Stärkung der Lebensenergie "Qi" dienen.

Reishi (Ling Zhi) - Ganoderma lucidum

Weitere Namen: Ling Zhi, Jong Si/ryongji, Glänzender Lackporling, Mannentake, Zehntausend-Jahre-Pilz, Pilz der Unsterblichkeit, Kraut spiritueller Kraft

Dieser Pilz wird in China Ling Zhi und in Japan Reishi genannt, der deutsche Name Glänzender Lackporling bezieht sich vor allem auf das Aussehen dieses typischen Baumpilzes. Überlieferungen gehen von einer etwa 4.000-jährigen Geschichte dieses faszinierenden Pilzes aus! Der Reishi ist in Ostasien traditionell ein Symbol für Gesundheit, körperliche und geistige Genesung, langes Leben, hohe sexuelle Aktivität, Weisheit und Reichtum. Er ist ein Holz-bewohnender Saprophyt, der vor allem Laubhölzer wie Eichen, Buchen, Erlen oder Birken besiedelt. Er bevorzugt warme Eichen- bzw. Eichenmischwälder, daneben Rotbuchenwälder oder Hartholzauen. Aber auch an Hecken, in Parks und an Wegrändern kann er gefunden werden, wenn dort die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind.

Rosenseitling - Pleurotus salmoneostramineus

Weitere Namen: Lachs-Austernpilz, Erdbeer-Austernpilz, Flamingopilz, Takiiro Hiratake, Tabang Ngungut

Die jungen Fruchtköper sind rötlich-pink und werden mit zunehmender Reife hellrosa bis lachsfarben. Der Hut ist nach außen gewölbt und mit der Zeit flach. Der Hutrand ist zuerst eingerollt, dann eventuell flacher und aufrichtend mit dem Alter.

Schmetterlingstramete - Coriolus versicolor

Weitere Namen: Trametes versicolor, Bunte Tramete, Schmetterlingsporling

Dieser Pilz ist sehr leicht zu identifizieren und er ist auch am weitesten verbreitet. Durch seine Farbenvielfalt ist er in der ganzen Welt bekannt. Schmetterlingstramete kommt von der tropischen über die substropische bis in die gemäßigte Klimazone vor und wächst auf fast jeder Holzart. Dieser Pilz enthält vor allem Polysaccharid-Peptide und verschiedene proteingebundene Polysaccharide. Die Schmetterlingstramete wird manchmal auch in der Floristik für Schmuckzwecke verwendet.

Schopftintling - Coprinus comatus

Weitere Namen: Spargelpilz, Porzellantintling,Tintenpilz

Coprinus comatus enthält eine ausgewogene Vitamin- und Mineralstoffzusammensetzung und stellt damit einen wichtigen Beitrag zur täglichen ausgewogenen Ernährung dar. Von therapeutischem Interesse sind der hohe Gehalt an Lektinen sowie das enthaltene L-Ergothionein. Als potentielle Wirkstruktur konnte vor kurzem in Coprinus comatus das Polysaccharid Fucogalactan identifiziert werden. Der Hut ist 4-10 (15) cm hoch und 3-4 (5) cm dick. Zuerst hat er eine schmutzig-braune Farbe bevor er weiß wird. Im Freien wächst er im Spätsommer und Herbst quer durch alle Klimazonen der Welt. Als Speisepilz ist der Schopftintling nur jung, mit geschlossenem Hut verwendbar.

Shiitake - Lentinula edodes

Weitere Namen: Agaricus edodes, Shii-Take, Pasaniapilz, Shaingugu

Der japanische Name "Shiitake" setzt sich aus "Take" (=Pilz) und "Shii" (=Pasania-Baum) zusammen und bedeutet wörtlich übersetzt "Pilz der auf dem Baum wächst". Der Shiitake ist in Japan, Korea und China beheimatet und ist der Bevölkerung in seinen Eigenschaften schon seit ca. 2000 Jahren bekannt. Sein Geruch erinnert stark an Knoblauch und ist auf einen Inhaltsstoff namens Lenthionin zurückzuführen. Der Shiitake gilt als der begehrteste Speisepilz nach dem Champignon.

Zitronenseitling - Pleurotus citrinopileatus

Weitere Namen: Limonenseitling, Gelber Austernpilz, Goldener Austernpilz, Tamogitake, Il´mak

Der Zitronenseitling ist goldfarben bis hell gelblich, 2-5cm, nach außen gewölbt bis flach im Alter und oft in der Mitte eingedrückt. Der Stiel ist weiß und zentral an den Hut angeheftet. Üblicherweise wächst er in großen Gruppen. Geschmack, Haltbarkeit und Zubereitung in der Küche sind vergleichbar mit dem "normalen" Austernpilz.

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