Feuerwehr Deutschland

Sechs Menschen gerettet

200 Gaffer behindern Rettung von Ertrinkenden

Ein Mann geriet im Rhein in Not, fünf weitere sprangen hinterher, um ihn zu retten.

Weil ein Schwimmer im Rhein plötzlich zu ertrinken drohte, sprangen fünf Männer ins Wasser, um ihm zu helfen. Doch auch die Helfer gerieten in Not und mussten in Bonn aus dem Wasser geborgen werden.

Was genau passierte:
Am Donnerstagabend gegen 21.50 Uhr wollten fünf Männer einem waghalsigen Schwimmer helfen, der im Wasser trieb und sich an einer Schwimmbrücke festhielt. Dazu sprang einer von ihnen ins Wasser, die anderen wollten die beiden Männer wieder an Land ziehen. Dabei seien sie jedoch auch in den eiskalten Rhein gefallen.

Gaffer erschweren Situation
Als wäre die Situation nicht schon brenzlig genug, kam erschwerend hinzu, dass die Feuerwehr, die die Ertrinkenden retten wollte, von Schaulustigen behindert wurde. Mehr als 200 Menschen sollen laut Feuerwehrsprecher Martin Haselbauer am Ufer gewesen sein.

"Wir wurden lautstark beschimpft und zur Aktion angetrieben, obwohl wir schon emsig dabei waren zu helfen. Außerdem haben die Menschen uns keinen Platz gemacht", erklärte Haselbauer gegenüber der "Bild"-Zeitung. Erst mit Hilfe der Polizei konnten die Schaulustigen dazu bewegt werden, Platz zu machen.

Rettung
Die Einsatzkräfte konnten schließlich alle sechs Personen mit einem Rettungsboot aus dem Fluss befreien und ins Krankenhaus bringen. Bei der Rettungsaktion wurden zwei Feuerwehrmänner verletzt, zwei Männer kamen mit schweren Verletzungen und Unterkühlung in Krankenhäuser.

"In diesem Fall ist die Aktion gut ausgegangen [...] Es ist aber nicht immer sinnvoll, einfach hinterherzuspringen, da wir so innerhalb von wenigen Augenblicken statt nur einer Person sechs zu rettende Personen hatten", erklärte ein Feuerwehrsprecher.



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