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"Abtreibungs-Gang" in Rio gefasst

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50 illegale Abtreibungen pro Woche am Olympia-Standort.

Die Polizei hat in Rio de Janeiro drei Männer und drei Frauen festgenommen, die illegal Abtreibungen vermittelt und vorgenommen haben. Insgesamt seien durchschnittlich 50 Abtreibungen pro Woche durchgeführt worden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. In Brasilien sind Schwangerschaftsabbrüche strafbar.

Allerdings gibt es Ausnahmefälle, etwa wenn Lebensgefahr für die Mutter besteht oder die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung ist. Pro Eingriff verlangte die Gruppe bis zu 8.000 Reais (rund 2500 Euro).

Auch Arzt unter den Festgenommenen
An der Polizeioperation "Genesis" nahmen rund 50 Beamte teil. Den Festnahmen waren über einjährige Ermittlungen vorausgegangen. Zu den Festgenommenen im Alter zwischen 48 und 71 Jahren gehört mindestens ein Arzt. Bei der Aktion wurden medizinische Geräte, Medikamente, Computer, Stempel und eine "beträchtliche Summe" Geld unter anderem in Dollar, Euro und Pfund sichergestellt. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der Gruppe um das "größte Netz zur Durchführung von Abtreibungen im Bundesstaat Rio de Janeiro".

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