600 Kilometer durch extreme Hitze, kaum Schlaf und Temperaturen von bis zu 50 Grad: Der deutsche Extremsportler Arda Saatçi kämpft derzeit bei einer brutalen Challenge in den USA gegen seinen Körper und gegen die Uhr.
Der 28-Jährige versucht aktuell, die Strecke vom Death Valley bis zum Santa Monica Pier in Los Angeles in weniger als 96 Stunden zu bewältigen. Der sogenannte „Ultra 600“ gilt als eines der härtesten Projekte seiner bisherigen Karriere. Die gesamte Challenge wird per Livestream begleitet. Laut Veranstaltern führt die Route vom Badwater Basin, dem tiefsten Punkt der USA, bis an die Pazifikküste.
Hier geht es zum Livestream:
14 Marathons am Stück
Die Zahlen hinter der Challenge wirken absurd: Insgesamt muss Saatçi mehr als 600 Kilometer und rund 5.700 Höhenmeter schaffen. Das entspricht über 14 Marathons hintereinander. Dazu kommen Bedingungen, die selbst erfahrene Ultraläufer an ihre Grenzen bringen.
Im Death Valley kann die Temperatur tagsüber auf bis zu 50 Grad steigen. Zusätzlich strahlt der Asphalt enorme Hitze zurück. Saatçi erklärte selbst, dass sogar Schuhsohlen Schaden nehmen könnten, wenn man nicht auf den helleren Straßenmarkierungen laufe.
Aktueller Stand: Zeitplan wackelt
Der bisherige Zwischenstand zeigt allerdings, wie brutal die Strecke geworden ist. Nach 88 Stunden und 2 Minuten hatte Saatçi rund 421.1 Kilometer absolviert. Damit liegt der Extremsportler hinter seinem ursprünglichen Zeitplan und muss in den letzten Stunden massiv aufholen.
Neben der Distanz kämpfen Ultraläufer bei solchen Projekten vor allem mit Schlafmangel, Flüssigkeitsverlust und mentaler Erschöpfung. Saatçi hatte bereits vor dem Lauf angekündigt, während der vier Tage kaum schlafen zu wollen. Halluzinationen seien bei solchen Belastungen keine Seltenheit.
Emotionaler Moment im Livestream
Für Gänsehaut sorgte zuletzt auch der Livestream der Challenge. Dort verrieten die Kommentatoren, dass Saatçis Familie im Ziel auf ihn warten werde. Weitere Details zu einer möglichen Überraschung wollten sie allerdings bewusst nicht nennen. Bereits bei früheren Projekten warteten Angehörige an der Ziellinie auf den Sportler. Genau diese emotionalen Momente machten seine Challenges für viele Fans besonders bewegend.
Saatçi wurde vor allem durch extreme Laufprojekte bekannt. In der Vergangenheit lief er bereits quer durch Japan und absolvierte spektakuläre Langstrecken-Challenges. Seit 2026 gehört er offiziell zum Athletenteam von Red Bull und wird von Millionen Menschen in sozialen Netzwerken verfolgt. “Every day is day one", fasst Arda Saatçi seine Lebenseinstellung zusammen.