Traian Basescu geht als Favorit in die Stichwahl

Rumänien

Aufbau des US-Raketenschutzschildes geht weiter

US-Bericht hatte Eignung des Standorts Rumänien bezweifelt

Das rumänische Außenministerium zeigt sich zuversichtlich, dass der Aufbau eines Teils des US-Raketenschutzschildes in der südrumänischen Militärbasis Deveselu „wie vereinbart weitergehen wird“. Damit nimmt Rumänien Stellung zu einem kürzlich veröffentlichten, jedoch noch nicht offiziellen Bericht des US-Verteidigungsministeriums, in dem Zweifel über die Eignung des Standorts Rumänien für die Anbringung von Raketenabfangsystemen geäußert wurden. Der rumänische Staatschef Traian Basescu erklärte am Sonntag, es gebe „ein einziges Risiko bezüglich des Deveselu-Projekts, und zwar, wenn man feststellen sollte, dass Rumänien ein unberechenbarer Staat geworden ist“.

Aus einem Gespräch zwischen Frank Rose, der im US-Außenamt stellvertretend für Weltraum- und Verteidigungspolitik verantwortlich ist, und dem rumänischen Außen-Staatssekretär Bogdan Aurescu, sei „mit Klarheit hervorgegangen“, dass die US-amerikanische Seite weiterhin sowohl bezüglich des Aufbaus des Schutzschildes als auch dessen Zeitplans engagiert bleibt, hieß es in einer Pressemitteilung des rumänischen Außenministeriums am Sonntagabend. Die amerikanischen Partner hätten betont, dass es sich um einen noch inoffiziellen Bericht handle, der nicht unbedingt die Position des US-Kongresses darstelle, so die Mitteilung.

Zudem seien der Raketenschild und insbesondere der Standort Deveselu von Anfang an nicht allein als Absicherung der USA gegen Raketenangriffe aus dem Iran entworfen worden, sondern auch zum Schutz der NATO-Alliierten in Europa sowie der hier stationierten US-Truppen. „Der Endzweck des NATO-Systems ist der Schutz des gesamten alliierten Territoriums, sowohl des europäischen, als auch des amerikanischen“, heißt es in der Mitteilung des rumänischen Außenministeriums. Die USA hätten außerdem für Deveselu bereits „beträchtliche Finanzierung“ geleistet. Die aufwendigsten Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2013 beginnen.

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