Ist das noch Satire?
Aufregung: Charlie Hebdo zeigt Muslimin als Affen
Charlie Hebdo provoziert. Wieder einmal sorgt das Satiremagazin aus Frankreich Charlie Hebdo für Aufregung. In der aktuellen Ausgabe wird eine muslimische Studentenvertreterin Pougetoux als Affe dargestellt. Seither ist eine hitzige Diskussion auf Twitter ausgebrochen - darüber was Satire darf und was nicht.
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Die französische Studentenvertreterin Maryam Pougetoux wurde in Vergangenheit bereits wegen ihres Hijabs kritisiert, den sie auf öffentlichen Auftritten in ihrer Rolle als Vorsitzende der Studentenunion UNEF, der Pariser Universität Sorbonne trug. Seit 2004 ist in Frankreich das Tragen von religiösen Symbolen an Schulen verboten. Der französische Innenminister empfand ihr Auftreten als Provokation.
"Auf den Kontext kommt es an"
Ist die Karikatur okay? "Ja", sagt Minka Schneider, ehemalige Chefredakteurin des bereits eingestellten deutschen Ablegers von Charlie Hebdo, gegenüber "Stern" und fügt hinzu "weil Pougetoux auf der Zeichnung beklagt, dass die Hochschulkarriere scheiße sei, gerade weil sie die Studenten vertreten müsse und dies als Folge der Polemik, die es nach dem Auftritt mit dem Kopftuch gab. Eine Polemik, die nicht "Charlie Hebdo" selbst erzeugt hatte, sondern die bereits vor dieser Karikatur existierte und durch die Pougetoux einem enormen Shit-Storm ausgesetzt war. Diese Dimension der Selbstironie kann man nur verstehen, wenn man den ganzen Verlauf der Polemik beachtet", sagt Schneider zu der hitzigen Diskussion und ergänzt: "Aus dem Kontext herausgenommen, ohne die Übersetzung des Textes und dem Verständnis der Bedeutung kann ich die Empörung nachvollziehen."
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Journalist Daniel Bax sieht das ganz anders. Er hält Charlie Hebdo für ein "rassistisches Drecksblatt".
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Er fügt hinzu, dass Satire keine mehr sei, wenn sie sich mit den Mächtigen gemein mache und gegen Schwächere gerichtet sei:
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Das Satiremagazin Charlie Hebdo ist bekannt und umstritten für seine religionskritsichen Beiträge. Im Januar 2015 kam es auf die Redaktion des Magazins zu einem grausamen Terroranschlag, bei dem 10 Menschen getötet wurden.
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