Urlauber auf Mallorca müssen sich umstellen: Ein beliebtes Lokal in Porto Cristo führt eine fixe Quote für Einheimische ein, um Stammgästen trotz des Touristenbooms einen Platz zu garantieren.
Mallorca. In der Saison 2026 steuert die Urlauberinsel Mallorca wohl auf einen neuen Rekord zu: Mit knapp 20 Millionen erwarteten Gästen geraten viele Infrastrukturen an ihre Grenzen. Das Restaurant "Flamingo" in Porto Cristo zieht nun Konsequenzen aus den Erfahrungen der letzten Jahre. Inhaber Jaime Cuadrench Berlinger plant, künftig 50 bis 60 Prozent der Tische im Hafenlokal exklusiv für einheimische Gäste freizuhalten. Das berichtet das "Mallorca Magazin".
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Die Maßnahme sei eine Reaktion auf das Buchungsverhalten der Touristen. Diese reservieren oft schon drei oder vier Tage im Voraus, wodurch Stammgäste kaum noch eine Chance auf einen freien Platz hatten. Der Wirt möchte den Menschen vor Ort entgegenkommen, die sich in den vergangenen Jahren nicht mehr wohlgefühlt hätten. Für Urlauber bedeutet dies, dass die Verfügbarkeit von Plätzen in der Hochsaison deutlich knapper werden könnte.
Hinter der Entscheidung stehe ein klarer Gedanke der Loyalität. Gerade in schwierigen Zeiten wurde das Lokal von der lokalen Gemeinschaft unterstützt. "Es ist ein ständiger Ausdruck unserer Dankbarkeit", betont Cuadrench Berlinger. Man wolle bewusst an dieser Gemeinschaft festhalten und sich den neuen Gegebenheiten der Rekordsaison anpassen, ohne die Basis der treuen Kunden zu verlieren.
Ansturm aus der Wüste
Zusätzlich zum regulären Tourismus verzeichnet die Insel derzeit ein ungewöhnlich hohes Interesse aus einer neuen Richtung. Viele Reisende tauschen Ziele wie Dubai oder Abu Dhabi gegen die Insel ein. Laut dem Immobilienexperten Rocco Engler haben sich die Anfragen für Vermietungen seit der veränderten Situation in Dubai verdreifacht.