Syrien

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Beweis: So mordete Assad mit Giftgas

Ärzte ohne Grenzen: 3.600 Opfer kamen in die Spitäler. Hunderte Tote.

Stark verengte Pupillen, unkontrollierte Zuckungen, schwere Atemprobleme: Nach den Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières – MSF) wurden am vergangenen Mittwochmorgen innerhalb von drei Stunden 3.600 Verletzte in drei Krankenhäuser im Großraum von Damaskus eingeliefert – mit „neurotoxischen Symptomen“, wie die Hilfsorganisation gestern Abend mitteilte.

Sie beruft sich auf Mitarbeiter der drei Spitäler, die auch aussagen, dass insgesamt 355 der Patienten innerhalb weniger Stunden gestorben sind. Das alles lässt nur einen Schluss zu: Es gab den verheerenden Angriff mit Giftgas, bei dem laut Angaben der syrischen Rebellen 1.300 Menschen sofort starben. „Alles deutet darauf hin, dass die Menschen einem Nervengift ausgesetzt wurden“, so Ärzte ohne Grenzen.

Die Angaben der Organisation gelten als zuverlässig: Sie hat seit 2012 ein umfassendes Netzwerk mit den syrischen Krankenhäusern und provisorischen Kliniken aufgebaut, und somit jenen Überblick, den die westlichen Regierungen trotz ihrer Geheimdienste nicht haben – oder zumindest nicht haben wollen.

UNO fordert unabhängige Untersuchung in Syrien
Die überlebenden Opfer des Giftgas-Angriffs wurden mit Atropin behandelt, das Ärzte ohne Grenzen zuvor schon vorsorglich an die Spitäler geliefert hatte. Die Organisation nimmt keine direkten Schuldzuweisungen vor – wohl auch um die Arbeit in Syrien fortsetzen zu können. Sie stimmt aber in die Forderung von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon nach einer unabhängigen Überprüfung ein.

Die USA sind nach einer tagelangen Schrecksekunde nun zum Eingreifen bereit. Denn: Obamas rote Linie wurde überschritten.

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