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Nach Westeuropa

Bulgarien warnt vor neuen Flüchtlingsrouten

Das Land will die komplette EU-Außengrenze mit Militär sichern. 

Bulgarien befürchtet, dass nach der Schließung der sogenannten Balkanroute nun alternative Routen für Flüchtlinge nach Westeuropa entstehen könnten. "Bulgarien liegt auf ihrem angenommenen Weg", warnte Innenministerin Rumjana Batschwarowa am Mittwoch im privaten Fernsehsender bTV in Sofia. Das Nicht-Schengen-Land ist deswegen bemüht, verstärkt gegen Schlepper vorzugehen.

Wie das Staatsradio am Mittwoch berichtete, ist ein Schlepper im südwestbulgarischen Kjustendil zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Im nahe gelegenen Radomir werde zurzeit gegen einen Bulgaren ermittelt, der vor einer Woche 32 Syrer illegal nach Serbien bringen wolle.

Zum besseren Grenzschutz setzt Bulgarien jetzt auch seine Armee ein. Der ärmste EU-Staat hat eine Landgrenze zu Griechenland sowie eine Land- und Seegrenze zur Türkei - das ist eine EU-Außengrenze. Nach dem EU-Türkei-Gipfel hatte Sofia gefordert, dass der Schutz von Bulgariens Grenzen in das geplante Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei einbezogen werde.

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