China blockiert Suche nach "Ägypten"

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China blockiert Suche nach "Ägypten"

Angst vor einem Übergreifen der Prosteste führt zu Zensur in China.

China hat am Sonntag die Internet-Suche nach dem Stichwort "Ägypten" blockiert. Die Blockade gilt für sogenannte Mikro-Blog-Funktionen chinesischer sozialer Netzwerke wie Sina.com und Sohu.com. Eine entsprechende Suchanfrage auf den Twitter-ähnlichen Seiten ergab entweder kein Ergebnis oder einen Hinweis auf entsprechende gesetzliche Einschränkungen.

Zensurmaßnahme
Mit der Zensurmaßnahme versucht die Regierung anscheinend, ein Übergreifen der Demokratiebestrebungen in Ägypten und Tunesien auf die heimische Bevölkerung und deren 450 Millionen Internet-Nutzer zu verhindern. Die chinesischen Medien hatten zwar zuletzt ausführlich über die Proteste in Kairo berichtet, zugleich jedoch deutlich gemacht, dass die Ereignisse in Nordafrika nicht auf China zu übertragen seien. Demokratie sei mit den Bedingungen Ägyptens und Tunesiens nicht vereinbar und entsprechende Bestrebungen in Asien würden allenfalls zu "Chaos in den Straßen" führen, lautete ein Kommentar in der regierungsnahen "Global Times".

Die chinesische Regierung riet von Reisen in den nahöstlichen Staat ab. Auf dem Flughafen von Kairo wurden unterdessen Dutzende Flüge abgesagt oder hatten Verspätung, sodass zahlreiche Passagiere festsaßen.

Irak holt Bürger heim
Die irakische Regierung kündigte an, in Ägypten lebende Staatsbürger kostenlos aus dem Land zu holen. Es würden so viele Flugzeuge geschickt, wie benötigt, um diejenigen rauszuholen, die Ägypten verlassen wollten, sagte der irakische Verkehrsminister Akeel Hadi Kauthar. Die Zahl der Flüge sei von der Nachfrage abhängig.

Die belgische Fluggesellschaft Jetair erklärte, alle noch verbleibenden Touristen ab Montag aus Ägypten auszufliegen. Flüge nach Sharm el-Sheikhh und Hurghada seien am Sonntag ohne Passagiere gestartet, um Menschen zurückzuholen, die das Land zu verlassen wünschten, hieß es in einer Mitteilung auf der Website der Airline. Das belgische Außenministerium riet unterdessen von allen Reisen nach Ägypten ab.

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