Costa Concordia

Das sind die Namen der 28 Vermissten

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Der Kapitän des Unglücksschiffes steht inzwischen unter Hausarrest.

Die toskanischen Behörden haben eine Liste mit den Namen der Vermissten nach dem Schiffunglück vor der Insel Giglio veröffentlicht. Gesucht werden 28 Personen, dabei handelt es sich um 24 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Als vermisst gelten demnach 13 Deutsche, sechs Italiener, vier Franzosen, zwei US-Bürger, ein Ungar, ein Inder und ein Peruaner. Zu den Verschollenen zählen auch ein fünfjähriges italienisches Mädchen und sein Vater.

Tauchermannschaften waren seit Mittwoch in der Früh an der Arbeit, um sich mit Sprengkörpern Zugang zu Teilen des Wracks zu verschaffen, die bisher noch nicht inspiziert worden sind. Am Mittwoch waren die Leichen von fünf Personen geborgen worden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens elf.

Die Namen der 28 Vermissten
Bauer  Elisabeth (f), Ganz Christina Mathi (f), Ganz Norbert Josef (m), Goergens Gertrud (f), Grube Gabriele (f), Hoer Egon (m), Neth Margarethe (f), Schall Inge (f), Stumpf Siglinde (f), Werp Brunhild (f), Werp Josef (m), Galle Horst (m), Schroeter Margrit (f).
Blemand  Michael (m), Gannard Jeanne (f), Gregoire Pierre (m), Litzler  Mylene (f).
Feher Sandor (m)
Rebello Russel Terence (m)
Soriamolina Erika Fani  (f)
Heil Barbara (f), Heil Gerald (m)

Kreuzfahrt-Schiff gesunken: Unterwasser-Fotos des Wracks BILDER

Schweres menschliches Versagen seitens des Kapitäns könnte nach Angaben des Eigners der "Costa Concordia" zur Havarie des Kreuzfahrtschiffes geführt haben.

"Es scheint, dass der Kommandant Beurteilungsfehler gemacht hat, die schwerste Folgen gehabt haben", teilte die in Genua ansässige Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere mit.

Sie ging damit auf Distanz zu Kapitän Francesco Schettino, der das Schiff mit mehr als 4.200 Menschen an Bord am Freitagabend zu dicht an die Insel Giglio vor der toskanischen Küste gesteuert haben soll, wo es auf einen Felsen lief und leckschlug.

Bergungsmannschaften setzten unterdessen am Montag in der Früh die Suche nach den noch vermissten Passagieren und Besatzungsmitgliedern fort.

Mehr als zwei Tage nach dem Kentern des Schiffes wurden immer noch 15 Menschen vermisst.

Unterdessen wurde auch mit den Vorbereitungen für ein Leerpumpen der Öltanks der "Costa Concordia" begonnen.

Die niederländische Bergungsfirma Smit sei vom Eigner und dem Versicherer des Kreuzfahrtschiffs mit den Pumparbeiten beauftragt worden.

Der Kapitän sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft.

Es sehe so aus, als seien die Entscheidungen des Kapitäns in der Notsituation nicht den üblichen Regeln von Costa Crociere gefolgt, erklärte die Reederei.

Zugleich wurde der Vorwurf einiger Passagiere zurückgewiesen, dass bei der Evakuierung in der Nacht auf Samstag nicht genügend Schwimmwesten zur Verfügung gestanden hätten. An Bord hatten sich auch 77 Österreicher befunden, die alle unverletzt davonkamen.

Dem Kapitän droht unter anderem ein Verfahren wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Berichten zufolge soll er das Schiff so dicht an die Insel herangesteuert haben, um Touristen im Hafen mit dem Signalhorn grüßen zu können.

Die Kreuzfahrtgesellschaft ging in ihrer Erklärung nicht weiter auf die Vorwürfe ein.

Einzelheiten zum Hergang des Unglücks erhofft man sich von der Auswertung der Blackbox des Schiffes, die ähnlich wie in Flugzeugen Kommunikation auf der Brücke und Steuerbefehle aufzeichnet.

Der schwer belastete Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia", Francesco Schettino, wurde inzwischen unter Hausarrest gestellt. Das entschied die zuständige Richterin von Grosseto, Valeria Montesarchio, am Dienstag nach einer dreistündigen Anhörung des 52-jährigen Kapitäns. Schettino, der am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft festgenommen worden war, erreichte in der Nacht auf Mittwoch seine Wohnung im süditalienischen Meta di Sorrento südlich von Neapel.

Schettino wird mehrfache fahrlässige Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes mitten in der Evakuierung vorgeworfen. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Familienangehörige warnten in einer Presseaussendung vor einer Hetzkampagne gegen den Kapitän und baten um Respekt für seine Rechte.

Am Mittwochnachmittag sollte aus der Hafenstadt Civitavecchia nördlich von Rom die erste Mittelmeer-Kreuzfahrt der Rederei Costa Crociere, Betreiberin der verunglückten Costa Concordia, nach der Katastrophe vor der Insel Giglio starten. Das Schiff "Costa Serena" wird in Richtung der Hafenstadt Savona aufbrechen. Es handelt sich um die selbe Route, die die "Costa Concordia" vor dem Unglück am Freitagabend genommen hatte. Nach dem Unglück hätten kaum Passagiere die Kreuzfahrt abgesagt, berichtete Costa Crociere.

Costa Concordia in Italien auf Grund gelaufen: Blick ins Innere des Luxus-Liners BILDER

Die "Costa Concordia" gehört nach Angaben des Eigners zu den neuesten und größten Kreuzfahrtschiffen, die derzeit auf den Meeren unterwegs sind.

Sie wurde 2006 gebaut und bietet in 1.500 Kabinen Platz für 3780 Passagiere.

Betreiber ist das italienische Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere mit Sitz in Genua.

Das Schiff misst 290 Meter und ist rund 40 Meter breit. Es schafft bei 114.500 Bruttoregistertonnen eine maximale Geschwindigkeit von 23 Knoten (rund 43 Stundenkilometer).

1.100 Besatzungsmitglieder kümmern sich um die Gäste.

An Bord befinden sich auf 17 Decks neben fünf Restaurants auch ein Theater, ein Kino sowie Clubs und Diskotheken.

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Sie wurde 2006 gebaut und bietet in 1.500 Kabinen Platz für 3780 Passagiere.

Betreiber ist das italienische Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere mit Sitz in Genua.

Das Schiff misst 290 Meter und ist rund 40 Meter breit. Es schafft bei 114.500 Bruttoregistertonnen eine maximale Geschwindigkeit von 23 Knoten (rund 43 Stundenkilometer).

1.100 Besatzungsmitglieder kümmern sich um die Gäste.

An Bord befinden sich auf 17 Decks neben fünf Restaurants auch ein Theater, ein Kino sowie Clubs und Diskotheken.

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