Diashow Retter sprengen sich durch Concordia-Wrack

Suche nach Überlebenden

Retter sprengen sich durch Concordia-Wrack

Helfer suchen Zugang zu versperrten Räumen: Kaum noch Hoffnung für Vermisste.

Im Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffes vor der Toskana wollen die Rettungsmannschaften sich mit Sprengsätzen Zugang zu versperrten Räumlichkeiten der Costa Concordia verschaffen. So sollen Taucherteams jene Teile des Wracks inspizieren, zu denen sie bisher noch nicht vordringen konnten, berichteten italienische Medien. Die Rettungsteams kämpften gegen die Zeit, doch die Hoffnung, noch Überlebende im Wrack zu finden, sind dreieinhalb Tage nach dem Unglück minimal. Das Schiff war am Freitagabend mit mehr als 4.000 Menschen an Bord vor der Insel Giglio vor der Westküste Italiens auf einen Felsen aufgelaufen.

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    Inzwischen wurde um die genaue Zahl der Vermissten gerätselt. Es gab kein Lebenszeichen von 25 Passagieren und vier Crewmitgliedern, sagte Küstenwachen-Chef Marco Brusco. Zuletzt war noch von 16 Vermissten die Rede. Nach Angaben der Turiner Tageszeitung "La Stampa" würden noch 40 Personen gesucht.

    In Zusammenhang mit der Havarie sind unterdessen Mitschnitte von Telefonaten veröffentlicht worden, die den Kapitän belasten. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete am Montagabend von einem durch die Blackbox aufgezeichneten Telefonat zwischen Francesco Schettino und einem Offizier, der im Hafen der Insel Giglio Dienst hatte. Darin wird der schon kurz nach dem Unglück von Zeugen geäußerte Verdacht erhärtet, wonach der Kapitän früh von Bord ging. Der Hafenmitarbeiter wies Schettino darin an, sich zurück auf das Schiff zu begeben. Der Kapitän sollte am Dienstag vernommen werden.

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      Inzwischen wächst die Angst vor schweren ökologischen Schäden. "Die Umweltgefahr für die Insel Giglio ist enorm. Wir müssen verhindern, dass Dieseltreibstoff aus dem Schiff fließt. Es ist dringend, wir führen einen Wettlauf gegen die Zeit", sagte der italienische Umweltminister Corrado Clini. Vor allem eine Verschlechterung der Wetterlage stelle eine Gefahr dar. Dadurch könnte das Schiff endgültig sinken. Hubschrauber der italienischen Küstenwachse hätten einige Flecke rund um das Wrack gesichtet. Die Behörden dementierten jedoch, dass es sich um Öl handle. In den Tanks befinden sich fast 2.400 Tonnen Treibstoff.

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