Diese Parteien treten in Griechenland an

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 NEA DIMOKRATIA (ND)

Die von Antonis Samaras geführte konservative Partei hat Griechenland 1981 in die damalige Europäische Gemeinschaft (EG) geführt; sie spricht sich vehement für den Verbleib des Landes in der Eurozone aus. Der studierte Ökonom Samaras hatte die Wahlen 2012 gewonnen und führt seitdem das Land zusammen mit den Sozialisten als kleinerem Koalitionspartner. Samaras hält am Sparprogramm grundsätzlich fest, tritt angesichts der dramatischen Verschlechterung der sozialen Lage vieler Griechen aber für seine Lockerung ein.

BÜNDNIS DER RADIKALEN LINKEN (Syriza)

Die Partei von Alexis Tsipras ist ein Sammelbecken linker Bewegungen, das mit der extrem Linken liebäugelt, aber auch ein politisches Dach für ehemalige Mitglieder der sozialistischen Pasok geworden ist. Syriza fordert einen Schuldenschnitt und will die Privatisierungen stoppen, ist zugleich aber für den Verbleib Griechenlands in der EU und in der Eurozone. Tsipras hat das Bündnis aus dem Schattendasein geführt - 2009 erreichte es gerade einmal von 4,6 Prozent der Stimmen.

DER FLUSS (To Potami)

In den Reihen der neuen pro-europäischen Partei der politischen Mitte finden sich zahlreiche Technokraten, Uni-Professoren und Journalisten. Auch ihr Vorsitzender Stavros Theodorakis (51) ist Journalist. Die Partei fordert eine breitestmögliche Zusammenarbeit der politischen Kräfte ein, um aus der Krise zu kommen. Eine Zukunft für Griechenland sieht die Partei nur in der EU und mit dem Euro.

GOLDENE MORGENRÖTE (XA)

Die rassistische und ausländerfeindliche Partei will alle Migranten aus Griechenland "vertreiben". Viele ihrer Mitglieder gelten als gewaltbereit. Ihre Führung "ekelt sich" nach den Worten ihres Vorsitzenden Nikolaos Michaloliakos vor dem Parlament. Michaloliakos und fast die gesamte Führung sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Organisation vorgeworfen. Mitglieder der Ultrarechten sollen 2013 einen linken Rapper totgeschlagen haben. Der Prozess soll im Frühjahr beginnen.

KOMMUNISTISCHE PARTEI GRIECHENLANDS (KKE:)

Die Hardliner-Kommunisten sprechen sich offen für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone und der EU aus. Kein Cent solle an die Gläubiger gezahlt werden.

PANHELLENISCHE SOZIALISTISCHE BEWEGUNG (Pasok)

Die Partei der Sozialisten war ehemals allmächtig. Die Wahl 2009 hatte sie noch mit rund 44 Prozent gewonnen. Nun dürften die Sozialisten unter Evangelos Venizelos weit abgeschlagen landen. Die Pasok ist für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone.

BEWEGUNG DER DEMOKRATEN UND SOZIALISTEN (Kidiso)

Die Partei wurde Anfang des Jahres vom ehemaligen Pasok-Präsidenten Giorgos Papandreou gegründet. Der Ex-Regierungschef (2009-2011) trennte sich von der Pasok, die sein Vater Andreas Papandreou 1974 gegründet hatte.

UNABHÄNGIGE GRIECHEN (AE)

Die Führung der rechtspopulistischen Partei, einer Abspaltung der konservativen Nea Dimokratia, sieht das Land "besetzt" von den Geldgebern. Daher müsse Griechenland "befreit" werden. Athen sollte keine Schulden zurückzahlen.

 

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