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Ein Blauhelmsoldat wird in Mali getötet

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Blauhelmsoldat stirbt in Mali.

Bamako. Kurz vor dem Besuch der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in Mali sind dort bei einem Angriff auf die UN-Friedensmission ein Blauhelmsoldat getötet und mehrere weitere verletzt worden. Wie die UN-Stabilisierungsmission MINUSMA mitteilte, befanden sich die UN-Soldaten am Sonntag auf einer Sicherheitspatrouille nahe der Stadt Aguelhok im Nordosten des Landes, als am Straßenrand ein Sprengsatz explodierte.

Auch nahe der Stadt Bandiagara im Zentrum des Landes wurden UN-Soldaten angegriffen. Zur Nationalität der Opfer wurden zunächst keine Angaben gemacht. MINUSMA-Chef Mahamat Saleh Annadif verurteilte "die jüngste Zunahme derartiger Angriffe, insbesondere im Zentrum des Landes". In Mali werden einheimische wie ausländische Soldaten immer wieder Ziel von Attacken; seit 2013 sind mehr als 200 Soldaten der UN-Mission getötet worden.

Der Sahel-Staat Mali kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. Islamistische Gruppen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück.

Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiterhin Instabilität. Die deutsche Bundeswehr ist an der MINUSMA und an der EU-Ausbildungsmission EUTM beteiligt. Kramp-Karrenbauer reist am Montag nach Mali, um die Bundeswehrsoldaten zu besuchen.

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