Christopher Dorner

USA

Eine Mio. Dollar Kopfgeld auf Cop-Killer

Der 33-jährige Ex-Polizist soll bereits drei Menschen getötet haben.

Jetzt wurde sogar ein Rekord-Kopfgeld von einer Million Dollar zur Ergreifung von Christopher Dorner (33) ausgesetzt. Im Großraum L.A. herrscht nach der Mordserie durch den schwer bewaffneten Ex-Cop und Navy-Reservisten – bisher drei Tote – Panik: An Freeways blinken Fahndungsaufrufe, Polizeiwachen gleichen Festungen, Straßensperren überall. Sogar die Musikstars bei der Grammy-Verleihung wurden verstärkt bewacht. In der Luft kreisen Drohnen. L.A.-Bürgermeister Antonio Villaraigosa nannte ihn einen „Terroristen“.

Der 120 Kilo schwere Dorner führt aus Rache für seine Entlassung 2009 einen Krieg gegen Ex-Kollegen: Er tötete bisher Monica Quan (28), die Tochter eines Captain und deren Verlobten Keith Lawrence (27) sowie einen Cop. Dorner publizierte ein irres Manifest im Web, inklusive einer „Todesliste“ mit den Namen von 50 Ex-Kollegen. Durch seine Entlassung habe er alles verloren, schrieb er, Job, Familie und Freunde: „Ich bin schon vor langer Zeit gestorben.“ Enthüllt wird nun aber auch: Dorner wurde gefeuert, als er Polizeibrutalität aufdecken wollte (siehe rechts). Deshalb hat der Killer eine wachsende Fangemeinde.

Spur im Skiresort ist kalt: „Er kann überall sein ...“
Kurios: Dorner zeigte sich in dem Manifest auch als glühender Fan des Schauspielers Christoph Waltz: Als Nazi-Scherge in Inglourious Basterds habe der Österreicher ihn „sehr beeindruckt“, nach Django Unchained zähle er Waltz „zu den ganz Großen“ der Zunft.

Polizeistaffeln jagten Dorner zuletzt im Skiresort Big Bear Lake, dort wurde sein ausgebranntes Fluchtfahrzeug gefunden. Doch die Spur ist kalt. „Er kann überall sein“, so LAPD-Chief Charlie Beck. Besonders abstoßend: Dorner verhöhnte den Vater des ersten Mordopfers, Randal Quan: Dieser hätte „versagt“, seine Tochter zu beschützen, sagte er bei einem Anruf.

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