Aus Belarus

Epstein: Mysteriöse Zahnärztin (36) als Haupterbin

Die junge Belarussin sollte den Großteil von Epsteins Millionen erben. 

Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat in einem Dokument mit dem Titel „The 1953 Trust“ festgelegt, wer sein Vermögen von rund 630 Millionen US-Dollar erben soll. Laut „Business Insider“ habe Epstein das Papier am 8. August 2019 in Manhattan, während seiner Zeit in Haft, unterzeichnet – zwei Tage bevor er sich in seiner Zelle das Leben nahm. Als Haupterbin setzte Epstein eine junge Frau ein, die kaum jemand kennt: Karyna Shuliak

In Belarus geboren

Karyna Shuliak wurde in Belarus geboren und kam Anfang der 2010er-Jahre in die USA. Dort setzte sie ihre Ausbildung fort – unter anderem im Bereich Zahnmedizin. Laut Dokumenten des US-Justizministeriums soll Epstein erheblich zur Finanzierung ihres Studiums beigetragen haben, inklusive der Zeit am Teachers College, Columbia University und zu späteren Zeiten ihrer Zulassung als Zahnärztin in den USA.

Die Beziehung zwischen Shuliak und Epstein begann vermutlich um 2012 und erstreckte sich über mehrere Jahre. Epstein unterstützte sie nicht nur finanziell, sondern half offenbar auch bei ihrer Einreise in die USA und bei späteren Einbürgerungsfragen.
Hauptbegünstigte im Testament – ein ungewöhnlicher Platz

Epstein Erbe
© U.S. Department of Justice

Zwei Tage vor Tod geändert

Zwei Tage vor seinem Tod unterzeichnete Epstein einen neuen letzten Willen, den sogenannten „1953 Trust“. Darin bestimmte er Shuliak als eine der zentralen Erbinnen seines Vermögens. Der Plan sah vor, ihr hunderte Millionen Dollar, Immobilien und Luxuswerte zu übertragen – darunter:

  • ein Bargeldanteil von etwa 50 Millionen USD,
  • Immobilien wie das berühmte Upper East Side Townhouse in New York,
  • die britische Zorro Ranch in New Mexico
  • sowie seine Liegenschaften auf den Little und Great Saint James Islands.
  • Zusätzlich war ein diamantbesetzter Verlobungsring von fast 33 Karat für sie vorgesehen – mit einer handschriftlichen Notiz Epsteins, dass dieser „in Erwartung der Heirat“ gedacht sei.

In dem Trust waren mehr als 40 weitere Personen als mögliche Begünstigte aufgeführt, darunter Epsteins Bruder, sein langjähriger Anwalt und sogar Ghislaine Maxwell – doch niemand sonst sollte laut den ursprünglichen Plänen ähnliche Summen erhalten wie Shuliak.

Epstein
© House Oversight Democrats / AFP

Letzter Anruf vor Epsteins Tod

Einer der brisantesten Aspekte der veröffentlichten Akten ist, dass Shuliak die letzte Person gewesen sein soll, mit der Epstein noch vor seinem Tod telefonierte – ein Gespräch, das offenbar nicht aufgezeichnet wurde.Obwohl im Testament hohe Summen vorgesehen waren, ist unklar, wie viel Shuliak letztlich aus dem Nachlass erhält. Epsteins Millionen sollen vor allem der Opferentschädigung dienen. Deshalb werden die Erben wohl nie etwas von dem Geld sehen.

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