Inaki Urdangarin

Spanien

Finanz-Affäre um Königshaus weitet sich aus

Schwiegersohn des Königs und Sekretär der Königstöchter unter Verdacht.

Dem spanischen König Juan Carlos (75) droht wegen der Finanzaffäre um seinen Schwiegersohn Inaki Urdangarin (45) neues Ungemach. In dem Skandal um die Veruntreuung von Geldern einer gemeinnützigen Stiftung ist neben dem früheren Handballstar nun auch der Sekretär der Königstöchter Elena (49) und Cristina (47), Carlos Garcia Revenga, in Verdacht geraten.

Der Beamte des Königshauses war der Schatzmeister der Stiftung Noos gewesen, die Urdangarin als deren Präsident zur Unterschlagung von Steuergeldern genutzt haben soll. Der zuständige Ermittlungsrichter Jose Castro lud den Sekretär am Dienstag für den 23. Februar vor, um ihn als Beschuldigten zu vernehmen. An diesem Tag soll auch Urdangarin, der Ehemann der Infantin Cristina, ein zweites Mal von dem Richter in Palma de Mallorca verhört werden.

Das Königshaus lehnte eine Stellungnahme zur Vorladung des Sekretärs ab. Garcia Revenga hatte vorige Woche in einem Kommunique seine Unschuld beteuert und darum gebeten, vor dem Richter aussagen zu dürfen. Er habe als Schatzmeister der Stiftung keinerlei Entscheidungsgewalt gehabt, betonte er. Das Königshaus war am Wochenende weiter auf Distanz zu Urdangarin gegangen. Es ließ von seiner Homepage die Rubrik entfernen, die sich mit dem Schwiegersohn des Monarchen befasste.

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