Kokain-Konsum

Serbien

Fünf Tonnen Kokain geschmuggelt

5.754 kg Kokain geschmuggelt. "Kokain-König" Darko Saric ist flüchtig.

Ein Teil einer seit Jahren führenden Kokain-Schmugglergruppe auf dem Balkan steht seit Donnerstag in Belgrad vor Gericht. Der Bande wird der Transports von 5.754 Kilogramm der Droge angelastet. Auf der Anklagebank sitzen nur elf Personen, denn weitere 16, darunter auch der "Kokain-König" Darko Saric, sind seit Jahren flüchtig.

39-köpfige Schmugglergruppe
Die gesamte Schmugglergruppe soll laut Anklage 39 Mitglieder haben, neun sind bereits verurteilt worden. Sie hatten sich für schuldig erklärt. Weitere drei werden im laufenden Prozess als geschützte Zeugen aussagen. Als in Uruguay der Schmuggel von 2,2 Tonnen Kokain entdeckt worden war, flog auch die Bande auf.

Vergebliche Fahndung nach Saric
Belgrad fahndet seit Jahren vergeblich nach Saric, aber auch nach Rodoljub Radulovic alias "Misa Banana", einem weiteren Gruppenmitglied. Immer wieder tauchten Berichte auf, dass sich Saric, ein gebürtiger Montenegriner, im Nachbarland verstecke, was auch immer wieder zu offenen Streitigkeiten mit Podgorica, der Hauptstadt Montenegros, führte.

Mögliche Verbindungen zu serbischen Premier
Erst kürzlich sorgten Medienberichte über einige Jahre zurückliegende Kontakte von "Misa Banana" mit dem serbischen Premier Ivica Dacic für großes Aufsehen. Dacic hat diese nicht bestritten, behauptete jedoch, nicht gewusst zu haben, um wem es sich bei Radulovic gehandelt habe. Wenngleich angekündigt, wurden die Kontakte des Regierungschefs und Innenministers zu einem der Mafiabosse soweit nicht näher untersucht.

Vermögen der Schmugglergruppe eingefroren
Das Vermögen in Millionenhöhe sowie Wohnungen und sonstige Immobilien von Saric und anderen Gruppenmitgliedern wurde in Serbien inzwischen eingefroren. Der "Kokain-König" hatte sich unter anderem intensiv am Privatisierungsprozess beteiligt, meist durch Vermittler.
 

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