Libyen

Gaddafi feiert, Nato bombt

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Die Nato fliegt schwere Luftangriffe, Gaddafi lässt sich trotzdem feiern.

Die NATO formulierte am Donnerstag erstmals konkrete Bedingungen für ein Ende des Einsatzes in Libyen: Gaddafis Truppen müssen sich zurückziehen, Zivilisten geschont und humanitäre Hilfe gewährt werden, teilte das westliche Verteidigungsbündnis bei einem Treffen in Berlin mit. Die NATO-Staaten verständigten sich aber darauf, ihren Einsatz gegen die Truppen Gaddafis "so lange wie nötig" fortzusetzen.

Gaddafi mit erhobener Faust im Autokonvoi

Gleichzeit flog die NATO massive Angriffe auf die Libysche Hauptstadt Tripolis. Mehrere Flugzeuge überflogen die Stadt, darunter ein Kampfjet im Tiefflug. Daraufhin war eine schwere Explosion im Bereich der Residenz von Gaddafi im Süden der Stadt zu hören.

Gaddafis Truppen antworteten mit massivem Flugabwehrfeuer. Die Residenz war seit dem Eingreifen der internationalen Gemeinschaft in den Libyen-Konflikt bereits mehrfach Ziel von Luftangriffen.

Im Konvoi
Doch die Angriffe konnten den Diktator nicht schrecken. In einem Konvoi von Fans ließ er sich im offenen Wagen mit Hut durch Tripolis chauffieren und sich von Getreuen bejubeln. Er verspottete die NATO und wetterte, die Angriffe könnten ihm nichts anhaben.

Leichenbergung

Auch in der Stadt Adschdabiya lieferten sich Gegner und Anhänger Gaddafis am Donnerstag schwere Schusswechsel. Die Kämpfe ereigneten sich am Nachmittag im Westen der Stadt. Gaddafis Truppen schossen mit Mörsern, die Rebellen feuerten Raketen ab.

Seit Tagen liefern sich die gegnerischen Lager heftige Kämpfe um die ostlibysche Stadt, die 160 Kilometer südlich der Rebellenhochburg Bengasi liegt.

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