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Aufschiebung beantragt

Häftling fühlt sich zu dick für die Hinrichtung

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Es wird ein qualvoller Tod für den Übergewichtigen befürchtet.

Ein zum Tod verurteilter Häftling hat in den USA um die Aufschiebung der Hinrichtung gebeten, weil er zu dick dafür sei. Ronald Post, der vor fast 30 Jahren in Ohio einen Hotelangestellten erschoss, wiegt knapp 220 Kilogramm. Seine Fettleibigkeit, der schlechte Zugang zu den Venen und andere gesundheitliche Probleme könnten bei der Hinrichtung zu "schweren physischen und psychischen Schmerzen" und einem "qualvollen und schleichenden Tod" führen, erklärten Anwälte von Post in einem Schreiben an das Gericht.

Außerdem sei er so schwer, dass ihn die Hinrichtungstrage möglicherweise nicht aushalte, befürchten die Anwälte. Der 53-jährige Post soll am 16. Jänner kommenden Jahres hingerichtet werden.

Das Gewicht eines Todeskandidaten war schon früher in den USA bei Hinrichtungen ein Thema. 2008 wiesen Gerichte einen ähnlichen Antrag wie den von Post im Fall des Doppelmörders Richard Cooey ab. Der 1,70 Meter große Cooey wog 121 Kilogramm und wurde am 14. Oktober 2008 hingerichtet.

2007 brauchten die Henker in Ohio bei einem Häftling fast zwei Stunden, um eine Vene für den tödlichen Medikamentencocktail bei Christopher Newton zu finden, der 120 Kilogramm wog. Eine Sprecherin des Gefängnisses erklärte damals, Grund für die Probleme sei das Gewicht des Häftlings gewesen.

Im US-Staat Washington bestätigte ein Richter 1994 zwar die Todesstrafe gegen Mitchell Rupe, aber er stimmte dessen Einwand zu, dass er mit einem Gewicht von 181 Kilogramm zu schwer sei, um gehängt zu werden. Es bestehe die Gefahr, dass er dabei enthauptet werde. Rupe hatte argumentiert, dass das eine grausame und ungewöhnliche Strafe wäre, die laut Verfassung verboten ist. Rupe wurde schließlich zu einer lebenslangen Haft verurteilt und starb 2006 im Gefängnis.

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