Hells Angels in Graz

Rocker regierten Mallorca

Hells-Angels: Geheime Rotlicht-Akte

Prostituierte misshandelt, mit Hunden bedroht und zu Schönheits-OPs gezwungen.

Drei Monate nach der Festnahme von "Hells Angels"-Boss Frank Hanebuth und seinen Rocker-Komplizen in Spanien, wurden nun Details aus der 15.000 Seiten starken Ermittlungsakte bekannt. Bild online-Informationen zufolge reichen die Vorwürfe der spanischen Behörden von Bildung einer kriminellen Vereinigung, über Prostitution und Drogenhandel bis hin zu Erpressung und Geldwäsche.

Mallorca als Europazentrale der "Hells Angels"
Laut ersten Ermittlungsergebnissen planten die "Hells Angels" Mallorca zu ihrer Europazentrale zu machen - mit Hanebuth an der Spitze. Als Haupteinnahmequelle sollte den Rockern die Prostitution dienen. Angeblich erwarb Hanebuth 2011 das Bordell "Red Palace" in El Arenal sowie den "Club 97" - allerdings über Strohmänner. Den Vorwürfen der spanischen Ermittlern zufolge sollen die Frauen skrupellos ausgenutzt und misshandelt worden sein.

Schläge, Schönheits-OPs und mit Kampfhunden bedroht
Bild online berichtet, dass den Prostituierten Schläge drohten oder der Pass weggenommen wurde, wenn sie nicht mindestens 1000 Euro am Tag durch Liebesdienste verdienten. Eine Zeugin berichtet, dass eine Prostituierte zur Strafe in einen Hundezwinger gesteckt worden sei. Zudem soll eine Puffmutter die Mädchen mit Kampfhunden eingeschüchtert haben.

Aber das ist noch nicht alles. Viele der Frauen mussten sich Schönheits-OPs unterziehen, um für die Rocker "ertragreicher" zu werden. Pikant ist dabei, dass diese Operationen angeblich von einem deutschen Promi-Chirugen auf Mallorca und in Berlin durchgeführt worden sein soll. Zudem durften die Frauen nicht selbst über ihren Körper bestimmen. Sogar für ein Tattoo brauchten sie die Genehmigung ihrer Zuhälter.

"Hells-Angels"-Boss schweigt
Rocker-Boss Hanebuth bestreitet die Vorwürfe und schweigt. Er sitzt seit 108 Tagen in einer spanischen Gefängniszelle. Derzeit ist noch nicht bekannt, wann es zu einem Gerichtsprozess kommt.




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