Hollande würdigt getötete Polizisten

Paris

Hollande würdigt getötete Polizisten

Ein Jahr nach Anschlag auf "Charlie Hebdo" - Staatschef will Sicherheitsgesetze verschärfen.

Ein Jahr nach dem islamistischen Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" hat Frankreichs Staatschef Francois Hollande die dabei getöteten Polizisten gewürdigt. Diese seien "gestorben, damit wir in Freiheit leben können", sagte er am Donnerstag bei einer Zeremonie vor Vertretern von Polizei, Gendarmerie und Militär im Innenhof der Pariser Polizeipräfektur. "Wir werden sie nie vergessen."

Zwei schwerbewaffnete Islamisten hatten bei der Attacke auf die Redaktion der für ihre Mohammed-Karikaturen bekannten Satirezeitung am 7. Jänner 2015 zwölf Menschen getötet. Unter ihnen war der Personenschützer von "Charlie Hebdo"-Chef Charb, Franck Brinsolaro, und der Streifenpolizist Ahmed Merabet, den die Islamisten bei ihrer Flucht erschossen.

Ein mit den "Charlie Hebdo"-Angreifern in Kontakt stehender Attentäter erschoss in den folgenden beiden Tagen die Gemeindepolizistin Clarissa Jean-Philippe und bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt vier weitere Menschen. Die drei Islamisten wurden schließlich bei zeitgleichen Einsätzen von Elitepolizisten erschossen.

Hollande wirbt für Verfassungsänderung
Hollande warb am Donnerstag auch für verschärfte Sicherheitsgesetze. Diese müssten an die terroristische Bedrohung angepasst werden, sagte der französische Staatschef. So sollten Informationen zwischen den verschiedenen Diensten besser ausgetauscht werden. Die Regierung bereitet derzeit eine Verfassungsänderung sowie ein Gesetz vor, das bei akuten Bedrohungen zum Beispiel das Durchsuchen von Fahrzeugen im Umfeld möglicher Terror-Ziele erlauben soll.

Reihe von Gedenkveranstaltungen
Frankreich gedenkt in dieser Woche mit einer Reihe von Zeremonien der Anschlagsopfer. Am Dienstag enthüllte Hollande drei Gedenktafeln. Am Sonntag ist auf dem Pariser Place de la Republique eine große Gedenkveranstaltung geplant, bei der auch an die 130 Todesopfer des Anschlags vom 13. November erinnert werden soll.
 

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