Alcoa meldet Milliarden-Verlust

Der Aluminiumkonzern Alcoa hat die US-Bilanzsaison mit einem Milliarden-Verlust eingeläutet. Wegen hoher Abschreibungen angesichts gesunkener Rohstoff-Preise wies der vom Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Konzern für das Schlussquartal 2013 einen Fehlbetrag von 2,34 Milliarden Dollar (1,72 Mrd. Euro) aus. Zudem gab Alcoa einen zurückhaltenden Ausblick auf die Nachfrage 2014.

Auf 1998 und 2000 gekauften Schmelzhütten schrieb Alcoa jetzt 1,7 Milliarden Dollar ab. Ohne Sonderkosten fuhr der Konzern im vierten Quartal noch 40 Millionen Dollar Gewinn ein - nach 64 Millionen vor Jahresfrist. Pro Aktie verdiente Alcoa den am Donnerstag nach US-Börsenschluss vorgelegten Zahlen mit vier Cent zwei weniger als erwartet. Einen Lichtblick bot der Umsatz, der zwar um rund fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar fiel, aber rund 250 Millionen Dollar über den Erwartungen lag.

Nach einem Anstieg der globalen Aluminium-Nachfrage von sieben Prozent 2013 sagte Alcoa einen solchen Zuwachs auch für 2014 voraus. Dabei wird für ein Order-Plus aus der Luftfahrt von sieben bis acht Prozent erwartet, aus der Auto-Industrie hingegen nur von einem bis vier Prozent. Die Baubranche wird Alcoa zufolge vier bis sechs Prozent mehr Aluminium ordern.

Der Konzern hatte am Donnerstag zudem mitgeteilt, mit der Zahlung von 384 Millionen Dollar Bestechungsvorwürfe der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums beizulegen.

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