Inside ISIS: Das weltweite Netzwerk des Terrors

Terror-Miliz

Inside ISIS: Das weltweite Netzwerk des Terrors

ISIS okkupiert bereits Städte in Syrien, Irak, Libyen und am Sinai. Ihre Kämpfer kommen aus aller Welt.

Es ist die Hauptstadt des Terrors – die Hochburg der Schlächter aus aller Welt – in Syrien: Rakka ist das Hauptquartier des selbst proklamierten „Islamischen Staates“ – wo sich der vermeintliche „Kalif“ Abu Bakr al-Baghdadi aufgehalten haben soll. Er ist der „geistliche“ Kopf der Barbaren, die das Kalifat bis nach Europa tragen wollen.
In Rakka kontrollieren die Schlächter die Schulen – ernsthafte Unterrichtsgegenstände wurden gestrichen – die Spitäler und das Steuersystem. Rakka wird seit 15 Monaten von einer US-Anti-Terror-Koalition bombardiert.

Nach den Attentaten von Paris fliegt Frankreich seit Tagen unerbittliche Anschläge auf die trostlose Stadt im Nirgendwo.

Aber Rakka ist ohnehin mehr ein Symbol: Die Terrormiliz ISIS – sie wurde 2006 im Irak gegründet – operiert mittlerweile weltweit.

Finanziers kommen aus Katar und Saudi-Arabien
2012 expandierte sie im 
Syrien-Krieg rasant. Jihadisten aus sämtlichen Ländern folgten ihnen, um zunächst gegen Syriens Diktator Ba­shar al-Assad zu kämpfen. Die ÖSTERREICH-Reporterin traf bereits 2012 in Syrien auf ISIS-Jihadisten aus Saudi-
Arabien, Tschetschenien und Libyen.

Die Finanziers des Terrorrings stammen aus Saudi-Arabien, aus Katar, Afghanistan und der Türkei. Mit den Ölquellen, die sie in Syrien und im Irak „eroberten“, machen sie Millionen-Geschäfte. Geld, das sie für internationale Terrorakte verwenden. Die Spuren der Ölverkäufe führen in die Türkei, nach Afghanistan – und zum Assad-Regime.

20.000 europäische 
Jihadisten bei ISIS
Seit 2012 rekrutieren sie auch immer stärker in Europa: Offiziell sollen 1.500 „Jihadisten“ aus Frankreich in Syrien und im Irak für die Terrormiliz kämpfen. Inoffiziell sollen es gar 5.000 „Kämpfer“ sein. Ebenso viele sollen in Großbritannien, bis zu 3.000 aus Deutschland angeworben worden sein.

Frankreich und Belgien gelten als Hochburgen der Jihadisten in Europa. Aber auch Österreich dürfte ein Hotspot für die Rekrutierung im südosteuropäischen Raum sein. 250 „Jihadisten“ kamen aus Österreich zu ISIS. Laut US-Geheimdiensten sollen die Barbaren bereits „unzählige Schläferzellen“ in der arabischen Welt und in Europa haben: In der Türkei töteten sie Dutzende bei einer Friedensdemo von Kurden. Im Libanon sprengten sie Wohnhäuser und Shopping-Center in die Luft. Über dem Sinai ließen sie einen russischen Flieger detonieren. In Paris verübten sie vergangenen Freitag mittels französischer und belgischer ISIS-„Kämpfer“ mehrere grausame Terrorattentate.

Neben Rakka liegen ihre Hochburgen in Mossul (Irak), am Sinai (Ägypten) und in Libyen. Sie kämpfen gegen „alle Ungläubigen“. In den Augen von ISIS sind das freilich alle Christen, Juden, Moslems, Atheisten, die ihrem verbrecherischen Weg nicht folgen wollen. Ihr Lebenselixier: Der Krieg in Syrien. Wird die freie Welt ihn jetzt stoppen?



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