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Mehr Kapazitäten

Iran baut sein Atomprogramm aus

Internationale Gemeinschaft verdächtigt Teheran Atomwaffen zu bauen.

Der Iran hat laut einem UNO-Bericht weitere rund 1.000 Zentrifugen für die Urananreicherung installiert und wolle diese nun testen. Das geht aus dem vierteljährlichen Bericht der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) hervor. Demnach sammelt der Iran außerdem Brennstoff für einen Reaktor, mit dessen Hilfe laut dem Westen waffentaugliches Material hergestellt werden könnte.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt Teheran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung nach der Herstellung von Atomwaffen zu streben. Der Iran bestreitet dies. Bei dem Bericht handelt es sich um den ersten seit der Amtsübernahme des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani (Rouhani). Rohani und sein neuer Atomchef Ali Akbar Salehi wollten die Sorgen der internationalen Gemeinschaft ausräumen. Beide planen eine bessere und transparentere Zusammenarbeit mit der IAEA als dies unter Präsident Mahmoud Ahmadinejad in den vergangenen Jahren der Fall war.

Bereits Mitte August hatte der damals aus dem Amt scheidende Chef des Atomprogramms, Fereydoun Abbasi-Davani, erklärt, Teheran verfüge über knapp 1.000 moderne Zentrifugen für eine deutlich beschleunigte Urananreicherung in den Atomanlagen Natanz und Fordo. Insgesamt verfüge das Land über 18.000 Zentrifugen. Diese Angaben hatte die in Wien damals nicht unmittelbar bestätigt.

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