Kriegs-Tiere
Iran denkt offenbar über Delfine als Kriegswaffe nach
Demnach könnten speziell trainierte Tiere Minen an Kriegsschiffen befestigen oder sogar als eine Art Kamikaze-Waffe verwendet werden. Hintergrund ist die angespannte Lage zwischen dem Iran und den USA in der strategisch wichtigen Meerenge von Hormuz.
Delfine schon lange militärisch genutzt
Ganz neu wäre der Einsatz von Meeressäugern für militärische Zwecke allerdings nicht. Schon länger trainierten sowohl die USA als auch Russland Delfine für Einsätze unter Wasser. Die Tiere wurden etwa darauf abgerichtet, Minen aufzuspüren oder feindliche Kampftaucher zu markieren. Auch im Irakkrieg 2003 kamen laut Berichten US-Delfine zum Einsatz. Sie halfen damals dabei, im Hafen von Umm Qasr Seeminen zu entdecken. Russland nutzt ebenfalls trainierte Meeressäuger zum Schutz von Marinebasen.
Tiere als Kriegswaffen
Der militärische Einsatz von Tieren hat eine lange Geschichte. So experimentierten die USA einst mit sogenannten Fledermaus-Bomben, bei denen kleine Brandsätze an den Tieren befestigt wurden. Japan setzte während des Krieges wiederum infizierte Insekten ein, um Krankheiten zu verbreiten. Auch andere Tiere wurden immer wieder für militärische Zwecke genutzt. Seelöwen und Wale sollten Häfen sichern oder feindliche Taucher aufspüren.
Bis heute bleibt der Einsatz von Tieren im Zusammenhang mit Krieg und Militär stark umstritten. Kritiker sehen darin vor allem einen Missbrauch der Tiere für menschliche Konflikte.
Tierschützer schlagen Alarm
Tierschützer sehen solche Szenarien äußerst kritisch. Immer wieder wird davor gewarnt, Tiere für militärische Zwecke zu missbrauchen und sie lebensgefährlichen Situationen auszusetzen. Besonders der mögliche Einsatz von Sprengstoffen an Delfinen sorgt international für Entsetzen.
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