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Iran-USA

Iran griff auch Militärbasis in Erbil an

Pentagon: "Wir arbeiten an ersten Schadenseinschätzungen".

Neben der Militärbasis in Ain Al-Asad im Westirak ist auch eine Militärbasis im nordirakischen Erbil ist nach US-Angaben vom Iran mit Raketen angegriffen worden.

Die von den USA und anderen internationalen Truppen genutzten Stützpunkte Erbil sowie Ain al-Assad im Westirak seien von insgesamt mehr als einem Dutzend Raketen getroffen worden, die der Iran abgefeuert habe, teilte das Pentagon mit.

In Erbil sind auch mehr als 100 Soldaten der deutschen Bundeswehr stationiert. Diese seien nach den iranischen Raketenangriffen wohlbehalten. "Wir stehen in Kontakt mit den Soldaten. Den Soldaten geht es gut", sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Aus dem Zentralirak hatte die Bundeswehr ihre Soldaten am Montag ausgeflogen. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte: "Wir arbeiten an ersten Schadenseinschätzungen." Die USA würden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ihre Soldaten, Partner und Verbündeten in der Region zu schützen und zu verteidigen.

Die Führung in Teheran hatte Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani durch die USA am Freitag angekündigt. US-Präsident Donald Trump hatte für diesen Fall mit massiven Gegenangriffen gedroht. Soleimani war am Dienstag in seiner Heimatstadt Kerman beerdigt worden. Im Irak sind rund 5.000 US-Soldaten stationiert, die ein internationales Militärbündnis zum Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) anführen. Die US-Stützpunkte im Irak sind zuletzt häufiger mit technisch einfacheren Raketen von örtlichen schiitischen Milizen, die vom Iran unterstützt werden, angegriffen worden.

Ein direkter Angriff aus dem Iran markiert jedoch eine neue Eskalationsstufe im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Trump hatten am Dienstagabend über die angespannte Lage im Konflikt rund um den Iran und Irak gesprochen. Zudem hätten sich beide über die aktuelle Situation in Libyen und die politischen Bemühungen zur Lösung des Konflikts dort ausgetauscht, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Trump und Merkel hätten vereinbart, dazu weiter in Kontakt zu bleiben.

Die Amerikaner sind nach einer Umfrage zunehmend unzufrieden mit der Iran-Politik von Trump nach der Tötung des führenden iranischen Generals durch das US-Militär. Nach der Erhebung von Reuters/Ipsos geht eine Mehrheit der Erwachsenen davon aus, dass es in naher Zukunft zwischen beiden Staaten zum Krieg kommt. Nach der in den ganzen USA durchgeführten Umfrage missbilligen 53 Prozent der Befragten das Vorgehen Trumps.



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