Fast 90 Prozent der Bevölkerung in Österreich und Deutschland sind besorgt über die Entwicklungen im Iran und der Region.
Das zeigt eine Umfrage von TQA Research & Consulting. Die militärischen Angriffe gegen den Iran finden die Befragten tendenziell nicht gerechtfertigt, ebenso glaubt die Mehrheit nicht an eine langfristige Lösung durch Militärschläge. Besorgt zeigen sich die Befragten über die steigenden Energiepreise.
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Die Hauptverantwortung für den Konflikt sehen die Befragten beider Länder ähnlich: Rund 40 Prozent geben an, mehrere Länder seien gleichermaßen verantwortlich. An zweiter Stelle werden die USA genannt. Nur jeder Zehnte macht den Iran und Israel für den Konflikt verantwortlich.
Einig ist sich der Großteil der Befragten darüber, ob Militärschläge langfristig den Konflikt lösen könnten: Rund zwei Drittel verneinen dies. Nur 8 Prozent der Österreicher beziehungsweise 9 Prozent der Deutschen sehen darin die Lösung.
Energiepreise und Inflation größte Sorge
Auch bei der Abwägung der Folgen des Konflikts sind sich die Befragten Österreichs und Deutschlands durchwegs einig. An erster Stelle nennt rund drei Viertel der Befragten die steigenden Energiepreise, dicht gefolgt von der steigenden Inflation beziehungsweise wirtschaftlichen Folgen für Europa und das eigene Land (jeweils 71 Prozent). Knapp ein Drittel beider Länder sorgt sich um einen größeren internationalen Krieg sowie die Erhöhung der Terrorgefahr. Die Sorge vor Flüchtlingsbewegungen aus der Region wird in Österreich an sechster (54 Prozent) und in Deutschland an siebenter Stelle (50 Prozent) genannt.
Blick in die Zukunft
Auf die Frage, ob der Konflikt Auswirkungen auf diesjährige Reisen haben werde, zeigen sich die Österreicher und Deutschen noch relativ optimistisch. Nur 15 Prozent der Deutschen geben an, dass sie sehr stark oder eher stark vom Krieg in Nahost in ihrer Reiseplanung 2026 beeinflusst wurden, bei den Österreichern waren es 21 Prozent. Deutlich stärker fällt der Effekt jedoch beim Blick in die Zukunft aus: Fast jeder dritte Österreicher gibt an, zukünftig stark oder sehr stark im Reiseverhalten beeinflusst zu werden. In Deutschland ist es knapp die Hälfte. Nur rund 12 Prozent bleiben in beiden Ländern scheinbar völlig unbeeindruckt und sorgen sich auch nicht.
Einstellung der Österreicher und Deutschen
Die Online-Umfrage basiert auf den Aussagen 1.000 Befragter aus Österreich und Deutschland im Alter von 16-65 Jahren. Die Erhebung erfolgte zwischen 13.03. und 20.03.2026. Neben der Einschätzung zum Krieg im Nahen Osten erhob die Umfrage auch die Einstellung der Österreicher und Deutschen zur Fußball-WM 2026, dem Eurovision Song Contest 2026 und zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz.