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Trotz Atomstreit

Iran nimmt Atomreaktor in Betrieb

Der Westen sieht das Kernkraft-Projekt mit großer Skepsis.

Der Iran hat nach eigenen Angaben den Reaktor seines Atomkraftwerks in Bushehr in Betrieb genommen. "Ohne Propaganda und ohne viel Aufhebens" sei der Reaktorkern mit allen Brennstäben bestückt und der Reaktor geschlossen worden, zitierte die Nachrichtenagentur FARS am Samstag den Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi.

"Wir warten jetzt darauf, dass sich das Wasser im Inneren des Reaktors Schritt für Schritt erhitzt", sagte Saleh weiter. Er hoffe, dass der in Bushehr produzierte Strom in "einem oder zwei Monaten" in das iranische Versorgungsnetz eingespeist werden könne. Wann genau der Reaktor in Betrieb genommen wurde, ließ Salehi offen.

Russische Hilfe
Der Iran hatte nach mehrmonatigen Verzögerungen im Oktober begonnen, das mit russischer Hilfe gebaute Kraftwerk mit Brennstäben zu bestücken. Der Westen sieht das Projekt mit großer Skepsis. Während Teheran angibt, die Kernkraft allein zur Stromgewinnung einzusetzen, verdächtigen die USA und ihre Verbündeten den Iran, heimlich nach Atomwaffen zu streben. Die internationalen Gespräche im Atomstreit mit Teheran liegen seit mehr als einem Jahr auf Eis.



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