In Somalia

Islamisten töten WM-Zuschauer

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Fanatische Gruppierungen verbieten den Menschen in Somalia Sport, Musik und Tanz.

Somalische Islamisten haben zwei Menschen getötet und Dutzende weitere gefangen genommen, weil sich diese eine Übertragung der Fußball-WM im Fernsehen ansahen. Bewohner berichteten, maskierte Kämpfer der Gruppe Hizbul Islam seien am Sonntag und Montag im Afgoi-Distrikt in Häuser eingedrungen und hätten das Feuer eröffnet.

Sport verboten
Hizbul Islam und eine andere Gruppe namens Al-Shabaab kontrollieren weite Teile des ostafrikanischen Landes und der Hauptstadt Mogadischu. In ihrer Auslegung des Islam haben sie Sport, Musik und Tanz verboten. Viele Bewohner in den von Islamisten kontrollierten Gebieten des Landes schauen dennoch heimlich Übertragungen von der WM in Südafrika.

Seit Beginn des Islamisten-Aufstands vor drei Jahren wurden 21.000 Menschen getötet und 1,5 Millionen Menschen vertrieben. Nur kleine Teile des Landes werden noch von der Regierung und den Friedenstruppen der Afrikanischen Union kontrolliert.

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