Soldatenentsendung

Italien plant Krankenhaus in Libyen

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Außenminister Gentiloni: "Beitrag zum Stabilisierungsprozess"

Die italienische Regierung will in Libyen ein Militärkrankenhaus errichten und Soldaten zu dessen Schutz entsenden. Dies berichtete Italiens Außenminister Paolo Gentiloni am Montag. Das Krankenhaus in der Nähe des Flughafens von Misrata soll von 200 Soldaten bewacht werden. Darin sollen 100 Ärzte und Krankenpfleger eingesetzt werden, verlautete es in Rom.

Stabilisierung des Landes

"Wir wollen damit einer Forderung der Regierung in Tripolis entgegenkommen, die von der UNO unterstützt wird, und einen Beitrag zum Stabilisierungsprozess in Libyen leisten", erklärte der Minister. Die Stabilisierung des Landes sei wichtig zur Bekämpfung des Terrorismus und der illegalen Flüchtlingsströme, so der Außenminister.

Über die Entsendung italienischer Soldaten nach Libyen soll die italienische Verteidigungsministerin Roberta Pinotti am Dienstag vor dem Parlament berichten, hieß es in Rom. Im August hatte sich die Regierung von Premier Matteo Renzi bereit erklärt, den USA Stützpunkte in Italien für ihre Luftangriffe auf mutmaßliche Stellungen der Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Libyen zur Verfügung zu stellen.

Opposition warnt

Die Opposition in Rom warnte vor der Gefahr, dass Italien in einen Krieg in Libyen verwickelt werde. Die populistische Fünf Sterne-Bewegung drängte, dass die Regierung beim Parlament um Erlaubnis anfrage, Soldaten nach Libyen zu entsenden.

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