Energiemärkte

Jetzt droht uns Sprit- und Gas-Preis-Hammer: Anstieg um 50 Prozent

Die gezielten Schläge der USA und Israels gegen den Iran haben die Weltwirtschaft in Unruhe versetzt. Nach dem Tod des Obersten Führers Ali Chamenei droht eine dauerhafte Blockade der wichtigsten Öl-Handelsroute der Welt – mit drastischen Folgen für Verbraucher. 

Nachdem der iranische Machthaber Ali Chamenei nach 37 Jahren Herrschaft bei einem Raketenangriff getötet wurde, reagierte Teheran mit Gegenschlägen und stoppte den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

Gefahr für den weltweiten Öl-Handel

Die Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel ist das Nadelöhr der globalen Energieversorgung. Täglich passieren rund 20 Millionen Barrel Rohöl diese Route – das entspricht fast 20 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Eine dauerhafte Schließung hätte massive Auswirkungen:

  • Verbraucherlast: Dies könnte einen Anstieg der Sprit- und Energiekosten um bis zu 50 Prozent bedeuten.
  • Gasversorgung: Auch etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG), primär aus Katar, verläuft durch diese Meerenge.

OPEC+ reagiert mit Förderplus

Um den Markt zu beruhigen und den Preisdruck abzumildern, haben die Öl-Länder der OPEC+ am Sonntag reagiert. Sie kündigten an, die tägliche Fördermenge um 206.000 Barrel zu erhöhen.

Ein Haken bleibt jedoch: Die Maßnahme greift erst ab April. Bis dahin bleibt die Lage an den Märkten extrem angespannt, da die aktuelle Förderung von 106,6 Millionen Barrel pro Tag bei einer Blockade der Handelsroute kaum ausreichen dürfte, um die Preise stabil zu halten.

Für die europäische Wirtschaft und Autofahrer in Österreich bedeutet dies eine Phase der Unsicherheit. Sollte die Straße von Hormus längerfristig unpassierbar bleiben, wird der "Preis der Eskalation" direkt an der Zapfsäule und in der Industrieproduktion spürbar werden.

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