Die SV Ried hat im Rennen um die Teilnahme an der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga einen Rückschlag einstecken müssen.
Im 100. Pflichtspiel von Maximilian Senft als Cheftrainer der Innviertler kam der Aufsteiger am Sonntag bei der WSG Tirol nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Antonio van Wyk (22.) brachte Ried hochverdient in Führung. Die Wattener belohnten sich in der zweiten Halbzeit aber für ihre Leistungssteigerung mit dem Ausgleich durch Valentino Müller (71.).
Die Rieder rutschten nach der Punkteteilung in Innsbruck wieder aus den Top sechs und sind nun einen Zähler hinter Rapid Siebenter. Die WSG hat als Zehnter nun vier Punkte Rückstand auf den Sechsten, die ohnehin nur noch kleine Chance auf die Meistergruppe ist damit praktisch dahin.
Rieder gehen verdient in Führung
Ried hatte im Tivoli Stadion zunächst deutlich mehr vom Spiel. Die Wattener waren in der Abwehr schwer beschäftigt und konnten offensiv so gut wie keine Akzente setzen. Drei Eckbälle standen nach zehn Minuten für die Gäste zu Buche, aus einem hätte Michael Sollbauer fast früh angeschrieben. Der für den am Auge verletzten Adam Stejskal aufgebotene Alexander Eckmayr war erstmals richtig gefordert (6.). Sein Arbeitstag sollte intensiv ausfallen. In der 22. Minute war es schließlich soweit. Nach einem weiten Einwurf nahm Van Wyk den Ball an der Strafraumgrenze gut mit und vollendete überlegt ins lange Eck.
Die WSG wachte mit dem Gegentor auf, verbuchte mehr Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte und näherte sich dem gegnerischen Gehäuse an. Die Rieder hatten bei Gegenstößen jedoch die besseren Chancen auf das 2:0. Eckmayr tauchte bei einem Schuss von Nicolas Bajlicz erfolgreich ab (35.), dann traf Nikki Havenaar nach einem Freistoß in der Nachspielzeit der ersten Hälfte per Kopf die Lattenoberkante. Bei den Tirolern war Julius Taferner da schon aus dem Spiel. Der Mittelfeldmann landete nach einem Flugzweikampf unglücklich und musste mit einer Knöchelblessur vom Feld.
WSG legt nach Pause zu
Die Semlic-Elf kam verbessert aus der Kabine. Nachdem zwei Abschlüsse der Hausherren noch geblockt wurden, wurde ein Kopfball von David Kubatta noch knapp vor der Linie geklärt (62.). Auch hier war mit einem Eckball ein ruhender Ball der Ausgangspunkt der Aktion. Bei der WSG gab Lukas Sulzbacher sein Comeback nach langer Verletzungspause und durfte wenige Minuten später mit der Mannschaft jubeln: Müller traf nach einer einstudierten Eckballvariante nach der Hereingabe von Nicolai Baden Frederiksen volley mit links. Für den Mittelfeldmann war es sein neuntes Saisontor.
Ried wurde für das zunehmend passive Spiel bestraft. Senft wechselte frische Offensivkräfte ein, um das Spiel seiner Mannschaft zu beleben. Die Chance auf den "Lucky Punch" ergab sich für Yusuf Maart bezeichnenderweise wieder nach einem Eckball in der 92. Minute. Der Südafrikaner schoss aber deutlich über die Latte.