Manchester

Johnson schockiert mit Witz über Bürgerkriegsopfer

Der britische Außenminister vergleicht IS-Hochburg mit Dubai.

Beim Parteitag der Konservativen sagte Außenminister Boris Johnson die ehemalige IS-Hochburg Sirte könnte ein neues Dubai werden, sie müssten nur die Leichen wegräumen. „Ansonsten hat die Stadt mit ihrem weißen Sandstrand und wunderschönem Meer alle Voraussetzungen für ein Tourismus-Paradies“, fügte Johnson hinzu.

Johnson sprach weiter von britischen Geschäftsmännern, die durchaus interessiert wären, in Sirte zu investieren. Erst im vergangenen Dezember war die Stadt von der Terror-Miliz IS befreit worden. Im August des heurigen Jahres hatte man noch Leichen von 25 Menschen in verschiedenen Teilen der Stadt gefunden-

Rücktritt gefordert

Labour-Außen-Expertin Emily Thornberry nannte die Wortmeldung Johnsons kaltblütig und grausam. „Für ihn sind Kriegsopfer nichts weiter als eine Unannehmlichkeit für britische Geschäftsleute. Das ist völlig unangemessen für einen Außenminister“, sagt sie. Tory-Abgeordnete Heidi Allen fordert auf Twitter sogar den Rücktritt Johnsons. Sie schreibt: „Meine Partei vertritt er nicht.“



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