Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden.
Am frühen Donnerstagmorgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu "bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden" führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. Einsatzkräfte seien vor Ort, um den Schaden zu begrenzen. Es gebe keine Verletzten.
Dem Verteidigungsministerium in Doha zufolge setzte Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein.
Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden. Der Betreiber sprach daraufhin auf der Plattform X bereits von Bränden und großen Schäden.
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Katar gehört zu den größten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird. Katars Produktion und der Transport über die Straße von Hormus sind wegen des seit gut zweieinhalb Wochen andauernden Iran-Kriegs allerdings derzeit weitestgehend unterbrochen.
Iran warnt vor weiterer Eskalation
Zuvor hatte Israel am Mittwoch Irans Gasindustrie angegriffen. Teheran drohte daraufhin, seinerseits Gasfelder und Raffinerien in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien zu attackieren.
Irans angegriffenes Gasfeld "South Pars", das der Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit größte bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Irans Präsident Masoud Pezeshkian warnte nach den Angriffen auf die Energieinfrastruktur vor einer weiteren Eskalation. Auf X schrieb er, diese "aggressiven Handlungen" würden Israel, den USA sowie deren Verbündeten keinen Vorteil bringen, sondern die Lage verschärfen.
Katar weist Irans Militärattaché aus
Staaten am Persischen Golf wie Katar, die US-Stützpunkte und -Einrichtungen beherbergen, werden infolge des Iran-Kriegs immer wieder Ziel iranischer Angriffe. Die USA und Israel haben im Iran bereits Tausende Ziele angegriffen, vor allem aus der Luft.
Nach den jüngsten Attacken erklärte Katar die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen und verwies sie des Landes.