Bergsteiger-Stau

Kletterer stehen Schlange: Rekord am Mount Everest

Am höchsten Berg der Welt kam es zu einem beispiellosen Andrang: Hunderte Menschen versuchten innerhalb weniger Stunden den Gipfel des Mount Everest zu erreichen. Doch während neue Rekordzahlen gefeiert werden, überschattet eine Tragödie die Saison. 

An nur einem Tag erreichten insgesamt 269 Bergsteiger den Gipfel des 8.849 Meter hohen Mount Everest, so viele wie nie zuvor innerhalb eines Tages.

Besonders brisant: Kurz vor dem Ziel sollen sich zahlreiche Alpinisten regelrecht gestaut haben. Im Bereich des sogenannten „Balkons“, einem Rastpunkt knapp unter dem Gipfel, bildeten sich lange Warteschlangen in extremer Höhe. Laut Khimlal Gautam von Nepals Tourismusbehörde wurde damit der bisherige Rekord aus dem Jahr 2019 deutlich übertroffen.

Mount Everest
© AFP

Zwei Tote am Rekordtag

Die Euphorie über den Rekord wurde jedoch von tragischen Nachrichten überschattet. Laut Berichten kamen am selben Tag zwei Bergsteiger aus Indien ums Leben. Beide hätten den Gipfel zwar erreicht, seien jedoch beim Abstieg an den extremen Bedingungen gescheitert.

Mount Everest
© AFP

Auch zuvor hatte es bereits tödliche Zwischenfälle am Everest gegeben. In dieser Saison starben bereits mehrere Bergsteiger. Ein junger Helfer soll bei Arbeiten an der Route in eine Gletscherspalte gestürzt sein. Andere Opfer kamen demnach durch medizinische Notfälle oder Stürze ums Leben.

Warum der Everest überfüllt ist

Ein Grund für den enormen Andrang: Nepal hat in dieser Saison so viele Klettergenehmigungen vergeben wie noch nie. Fast 500 zahlende Alpinisten aus Dutzenden Ländern erhielten laut Behörden die Erlaubnis für den Aufstieg. Zudem bleibt die Nordroute über Tibet derzeit geschlossen, weshalb sich besonders viele Expeditionen auf die nepalesische Seite konzentrieren.

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