Mädcheninternat

Nach Feuer mit 16 Toten: Acht Schülerinnen festgenommen

Nach der tödlichen Brandkatastrophe an einem Mädcheninternat in Kenia gibt es eine überraschende Wende: Ermittler haben mehrere Schülerinnen festgenommen. Sie stehen im Verdacht, an dem verheerenden Feuer beteiligt gewesen zu sein.  

Wenige Tage nach dem Brand an der Utumishi Girls School in Gilgil richten sich die Ermittlungen offenbar gegen Personen aus dem direkten Umfeld der Schule. Nach Angaben der Behörden wurden acht Schülerinnen vorläufig festgenommen.

Die Polizei vermutet, dass das Feuer absichtlich gelegt worden sein könnte. Mindestens 16 Mädchen kamen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.

Kenia Brand
© Getty

Ermittler werten Material aus

Laut John Marete vom kenianischen Directorate of Criminal Investigations laufen die Untersuchungen auf Hochtouren. „Die Ermittler haben umfangreiche Befragungen von Schülern, Lehrkräften und anderen Zeugen durchgeführt.“

Kenia Brand
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Zudem würden Experten vorhandene Videoaufnahmen genau analysieren. „Die Kriminaltechniker werten das verfügbare Videomaterial detailliert aus“, sagte Marete.

Eltern kritisieren Informationschaos

Viele Eltern fühlen sich nach der Tragödie offenbar im Dunkeln gelassen. Laut der Nachrichtenagentur AP erfuhren Familien erst verspätet, wie es nach dem Brand weitergeht. Ein Elternteil zeigte sich besonders besorgt und sagte anonym gegenüber AP: „Wir wurden noch nicht einmal über die acht von der Polizei festgenommenen Schülerinnen informiert.“

Die Unsicherheit sei groß. „Wir sind einfach hier, und niemand gibt uns irgendwelche Informationen“, erklärte der Vater weiter.

Opfer sollen per DNA identifiziert werden

Die Todesopfer wurden inzwischen in eine staatliche Leichenhalle gebracht. Da einige Leichen schwer beschädigt sind, sollen DNA-Tests die endgültige Identifizierung ermöglichen. Der Brand war laut dem kenianischen Roten Kreuz in den frühen Morgenstunden in einem Schlafsaal ausgebrochen.

Ursache weiter unklar

Welches Motiv hinter dem Feuer stehen könnte, ist weiterhin offen. Die Ermittler versuchen laut Behörden derzeit, den genauen Ablauf der Nacht zu rekonstruieren. Schwere Brände an Schulen kommen in Teilen Ostafrikas immer wieder vor. Experten sehen häufig Sicherheitsmängel und überfüllte Gebäude als Problem.

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