Protest eingelegt

ESC-Panne in Wien: Wiederholung gefordert

Die tschechische Rundfunkanstalt Česká televize legte offiziell Protest ein. 

Während der tschechische Sänger Daniel Žižka seinen Song „CROSSROADS“ präsentierte, kam es live im TV zu deutlichen Bildstörungen. Für einige Sekunden flimmerten Pixel über den Bildschirm, anschließend fror das Bild kurzzeitig komplett ein – ausgerechnet in einem zentralen Moment der Performance, als Žižka direkt in die Kamera sang.

Damit nicht genug: Auch die aufwendige Kameraführung lief offenbar nicht nach Plan. Ein Kameramann drehte sich während des Auftritts kurzzeitig in die falsche Richtung, wodurch Teile der Inszenierung nicht wie vorgesehen eingefangen wurden. Gerade beim Eurovision Song Contest, bei dem die visuelle Umsetzung eines Beitrags oft entscheidend für die Wirkung beim Publikum ist, sorgten die Fehler sofort für Diskussionen.


 

Protest eingelegt

In sozialen Netzwerken reagierten viele Zuschauer empört und forderten eine Wiederholung des Auftritts. Zahlreiche Fans waren überzeugt, dass die technischen Probleme die Bewertung negativ beeinflusst hätten. Unterstützung bekam diese Forderung sogar von der tschechischen Rundfunkanstalt Česká televize. Sie legte offiziellen Protest bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) ein und verlangte, Žižka noch einmal auftreten zu lassen.

Die EBU lehnte dies jedoch ab. In einem offiziellen Statement erklärte der Veranstalter, es habe lediglich ein „kleines Kameraproblem“ gegeben. Ton und eigentliche Performance seien davon nicht beeinträchtigt worden, weshalb es keinen Grund für eine Wiederholung gebe. Für viele Fans war diese Entscheidung dennoch unverständlich. In den sozialen Medien war von „Ungerechtigkeit“ die Rede, einige Zuschauer sahen in den Pannen sogar einen möglichen Grund dafür, dass Tschechien am Ende nur auf Platz 16 landete.


 

Daniel Žižka selbst reagierte dagegen bemerkenswert gelassen. Auf Instagram bedankte er sich nach dem Finale bei seinen Unterstützern und schrieb: „Egal, was passiert ist, ich habe jede einzelne Sekunde dieses Auftritts genossen und dieses Lied für EUCH gesungen!“ Außerdem appellierte er an den Zusammenhalt innerhalb der ESC-Community: „Verbreitet Liebe, nicht Hass. Beim Eurovision Song Contest geht es um Zusammenhalt.“

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