Neue Angriffe auf Gaddafi-Truppen

Libyen

Neue Angriffe auf Gaddafi-Truppen

Die NATO übernimmt das Kommando zum Schutz des UNO-Flugverbots.

In der Nähe der ostlibyschen Stadt Ajdabiya hat es am Freitag zwei starke Explosionen gegeben. Anschließend stieg eine große Rauchwolke auf, wie ein AFP-Journalist berichtete. Was die Explosionen ausgelöst hatte, war zunächst unklar. Augenzeugen berichteten übereinstimmend, dass die Rebellen wieder zunehmend versuchten, die strategisch wichtige Stadt 160 Kilometer südwestlich der Rebellenhochburg Benghazi unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Aufständischen seien mit Autos ins Zentrum der Stadt vorgedrungen, nahe seines Hauses sei es zu Kämpfen gekommen, sagte ein Augenzeuge.

Luftangriffe gehen weiter
Das westliche Bündnis setzte am Freitag seine Angriffe gegen Militäreinrichtungen des libyschen Regimes fort. Kampfjets hätten wieder Stellungen in den Außenbezirken der Hauptstadt Tripolis bombardiert, berichtete der US-Sender CNN. Kurzfristig habe es Gegenfeuer der Luftabwehr gegeben, das dann aber wieder aufgehört habe. Französische und britische Kampfflugzeuge hatten in der Nacht auf Freitag Fahrzeuge und ein Artilleriegeschütz der libyschen Truppen bei Ajdabiya angegriffen.

NATO übernimmt Kommando
Die NATO hat sich auf die Durchsetzung des UNO-Flugverbots über Libyen verständigt. Das Bündnis werde damit Teil "einer breiten internationalen Anstrengung, um Zivilisten vor dem Gaddafi-Regime zu schützen", sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Donnerstagabend in Brüssel. Bisher überwacht eine Koalition um Frankreich, Großbritannien und die USA das Flugverbot auf Basis der UNO-Resolution 1973, die in der vergangenen Woche verabschiedet wurde. Der EU-Gipfel in Brüssel drohte Libyen unterdessen mit weiteren Sanktionen.

Wochenlange Kämpfe befürchtet
Der internationale Militäreinsatz über Libyen könnte sich nach Ansicht eines ranghohen französischen Militärs noch Wochen hinziehen. Er "hoffe", dass es keine Monate werden, sagte der Chef des Generalstabs in Paris, Admiral Edouard Guillaud, am Freitag im Rundfunksender France Info. Verteidigungsminister Gérard Longuet hatte am Vortag bereits betont, dass die Flugverbotszone über Libyen nun zwar umgesetzt worden  sei. "Aber die Kämpfe der Bodentruppen zu beenden, kann noch länger dauern", hatte  er der Zeitung "Le Figaro" erklärt.

Diashow: So tobt der Krieg in Libyen

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Ein Panzer, der nach einem Luftangriff der Koalitionsstreitkräfte in Flammen aufgeht.

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Ein Rebell gestikuliert vor brennenden Autos.

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Die Folgen einer gewaltigen Explosion nach einem Luftangriff.

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Ein Widerstandskämpfer schaut auf die Brände.

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Ein weiterer Panzer, der nach einem Angriff in Flammen aufgeht.

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Ein Rebell gestikuliert vor brennenden Autos.

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Ein Kampfflugzeug wird am Stadtrand von Benghazi von Anti-Gadhafi Truppen abgeschossen.

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Brennend fällt es in die Tiefe...

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...und rast auf den Boden zu.

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Das kleine Schwarze links vom Jet dürfte der hinabfallende Pilot sein.

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Ein riesiger Feuerball tritt an der Stelle hervor,...

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...an der der abgeschossene Jet eingeschlagen hatte.

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Eine weitere Rauchwolke in Folge einer Explosion.

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Viele Busse werden am Stadtrand von Benghazi...

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...in Brand gesteckt.

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Einige Fahrzeuge, die von der Luft aus angegriffen wurden, gehen in Flammen auf.

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Wieder eine enorme Rauchwolke.

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Ein Mann posiert stolz vor einem der brennenden Busse.

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Zahlreiche Autos wurden von den Rebellen nierdergebrannt.

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Riesige Rauchwolken wohin man nur blickt.



Mehrere Tote
Libyschen Staatsmedien zufolge sind am Vortag eine nicht näher genannte Zahl von Menschen bei Luftangriffen auf die Stadt Tajura bei Tripolis getötet worden. Oppositionsmedien hielten dem allerdings entgegen, bei den Getöteten handle es sich um Regimegegner, die von regimetreuen Milizen ermordet worden seien.

In Bengasi, der Metropole der Regimegegner im Osten des Landes, gingen die Bemühungen um den Aufbau eigener schlagkräftiger bewaffneter Verteidigungskräfte weiter. Der arabische Nachrichtensender Al-Arabiya zeigte am Freitag ein Militärlager, in dem junge Männer an der Waffe ausgebildet werden. Der Nationalrat, das Gegenparlament der Gaddafi-Gegner, hatte früher erklärt, dass die Regimegegner über rund 1000 eigene Milizionäre verfügen.

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