Krieg in Nahost

Paukenschlag! Trump sieht Iran-Krieg "so gut wie beendet"

Auch mehr als eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran schießt die Islamische Republik weiter auf Israel.

Die israelische Armee meldete wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran. In der Küstenmetropole Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten die Sirenen. Die Luftabwehr war erneut im Einsatz, wie die das Militär auf Telegram mitteilte.

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 23:36

Australien gewährte fünf iranischen Fußballerinnen Asyl

Australiens Regierung hat fünf iranischen Fußball-Teamspielerinnen Asyl gewährt. Wie Innenminister Tony Burke mitteilte, sei die Bearbeitung ihrer humanitären Visa abgeschlossen worden. US-Präsident Donald Trump hatte dies davor gefordert und im Falle einer Ablehnung Hilfe durch die USA zugesagt. Irans Fußballverband bestätigt, dass fünf Spielerinnen der Nationalmannschaft das Hotel nach dem Aus im Asien Cup heimlich verlassen hätten - und sich der Verband um Kontakt bemühe.

"Australien begeht einen schweren humanitären Fehler, indem es zulässt, dass die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft in den Iran zurückgeschickt wird, wo sie höchstwahrscheinlich getötet werden", hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben. Die USA würden die Spielerinnen aufnehmen, sollte dies Australiens Regierung nicht tun. Die USA und Israel befinden sich seit Tagen in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit dem Iran.

Etwa eine Stunde später schrieb Trump, dass ihm Australiens Premierminister Anthony Albanese in einem Gespräch berichtet habe, dass man sich um fünf Spielerinnen kümmere. Weitere könnten folgen. "Einige denken jedoch, dass sie nach Hause zurückkehren müssen, weil sie um die Sicherheit ihrer Familien fürchten", so Trump. Er lobte Albanese für dessen "gute Arbeit" in einer heiklen Situation.

 23:26

Expertin: "Wir steuern auf eine globale Rezession zu"

Der US-israelische Angriff auf den Iran könnte eine weltweite Rezession auslösen. Davor warnte die Expertin für internationale politische Ökonomie Gülsüm Akbulut am Montag bei einer Diskussion in der Diplomatischen Akademie in Wien.

Zeit sei nun von größter Bedeutung, so Akbulut, und warnte: "Die Straße von Hormus darf nicht länger als ein bis zwei Monate geschlossen bleiben." Die Ölpreise seien seit Jahresbeginn bereits um 40 Prozent gestiegen und hätten zuletzt rund 100 Dollar pro Fass erreicht. Länder, die auf Energieimporte angewiesen sind, müssten nun auf ihre strategischen Reserven zurückgreifen. China verfüge über Vorräte für etwa drei Monate, sagte die Expertin. Schwellenländer hingegen könnten einen Preisanstieg von 40 Prozent kaum verkraften.

 21:48

Trump sieht Iran-Krieg "so gut wie beendet"

S-Präsident Donald Trump hat erstmals ein mögliches Ende des Iran-Kriegs angedeutet. Der Krieg sei "so gut wie" beendet, sagte Trump dem Sender CBS. Der US-Präsident begründete dies mit der militärischen Schwächung Teherans durch die USA und Israel. Unmittelbar nach Bekanntwerden seiner Äußerungen gaben die zuvor massiv gestiegenen Ölpreise nach, die US-Börse schloss im Plus. Trump äußerte sich nicht dazu, ob und wann die USA und Israel ihre Luftangriffe einstellen könnten.

Trump Iran © Getty

Der Krieg sei aber "weit vor dem Zeitplan", sagte der US-Präsident nach Angaben des Senders CBS weiter. Trump hatte die Dauer anfänglich auf "vier bis fünf Wochen" geschätzt, aber wiederholt betont, der Militärkonflikt könne auch "weitaus länger" dauern.

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Der Iran habe keine Marine, keine Kommunikationsmittel und keine Luftwaffe mehr, sagte Trump weiter. Er wiederholte damit US-Einschätzungen aus den vergangenen Tagen. Auch die Raketen des Landes seien fast alle zerstört, iranische Drohnen würden überall abgeschossen. "Wenn man sich das ansieht, haben sie nichts mehr übrig", betonte der US-Präsident. "Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig."

Trump war durch die gestiegenen Ölpreise innenpolitisch unter Druck geraten. Das Weiße Haus hatte dazu vor Veröffentlichung des CBS-Interviews erklärt, der Präsident prüfe "alle glaubwürdigen Optionen", um die Ölpreise zu kontrollieren. Außerdem kündigte Trump an, die Kontrolle über die für den Öl- und Gashandel essenzielle Straße von Hormuz übernehmen zu wollen.

 21:15

Insider: Trump erwägt Lockerung von Sanktionen gegen Russen-Öl

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt laut drei Insidern eine weitere Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl, um den Anstieg der weltweiten Energiepreise zu dämpfen. Der Schritt könnte die Bemühungen westlicher Länder erschweren, Moskau die Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Am Ölmarkt gibt der Preis nach Bekanntwerden der Nachricht um rund zehn Prozent nach.

 21:07

Fast die Hälfte des Urans laut IAEA wohl noch in Isfahan

Der Iran lagert nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde fast die Hälfte seines auf bis zu 60 Prozent angereicherten Urans in einer unterirdischen Anlage in Isfahan. Der Tunnelkomplex sei das einzige Ziel, das bei den Angriffen Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni offenbar nicht schwer beschädigt worden sei, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag in Paris.

Diplomaten zufolge wird Isfahan schon länger als Lagerstätte für das Material genutzt, das vergleichsweise einfach waffenfähig gemacht werden könnte. Grossi bezifferte den Bestand in Isfahan auf "etwas mehr als 200 Kilogramm".

 20:39

Hisbollah greift israelische Militärbasis nahe Tel Aviv an

Die proiranische Hisbollah-Miliz hat am Montag nach eigenen Angaben Raketen auf einen israelischen Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv abgefeuert. Sie habe die Heimatfront-Kommandozentrale der israelischen Armee in Ramla mit einer "Salve hoch entwickelter Raketen" angegriffen, teilte die libanesische Miliz mit. Es handle sich um eine Antwort auf "die kriminelle israelische Aggression, die Dutzende libanesische Städte und die südlichen Vororte von Beirut getroffen hat".

Hisbollah © Getty

Zuvor hatte Israel mitgeteilt, dass der Chef einer im Südlibanon agierenden Hisbollah-Einheit getötet worden sei. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sei bei einem Besuch an der Grenze zum Libanon darüber informiert worden, dass der Kommandant der Hisbollah-Einheit Nasser, Abou Hussein Ragheb, bei einem Angriff in der Nacht auf Montag getötet worden sei, teilte sein Ministerium mit.

Als eine von drei Hisbollah-Einheiten im Südlibanon ist die Nasser-Einheit im Osten des Gebiets aktiv. Nach dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel im Oktober 2023 hatte sie als erstes eine zweite Front gegen Israel eröffnet und das Nachbarland vom Norden aus angegriffen.

 20:24

Im Krieg keine sichere Durchfahrt durch Straße von Hormuz

Irans Sicherheitschef Ali Larijani hat Sicherheit in der von seinem Land gesperrten und für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormuz für die Dauer des Iran-Krieges ausgeschlossen. Es sei "unwahrscheinlich", dass in der Straße von Hormuz "Sicherheit erreicht werden kann, während die Vereinigten Staaten und Israel in der Region Konflikte schüren", erklärte Larijani am Montag auf X. Paris plant unterdessen Geleitschutz für Schiffe durch die wichtige Handelsstraße.

Konkret arbeitet Frankreich mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Seeverkehr durch die Straße nahe der iranischen Küste zu ermöglichen. Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch im zypriotischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heißeste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei.

 19:53

Putin: Russland offen für Öl- und Gaslieferungen an Europa

Russland hat sich vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs offen für Öl- und Gaslieferungen an europäische Länder gezeigt. Voraussetzung sei aber eine "langfristige und stabile" Zusammenarbeit, bei der "kein politischer Druck" auf Moskau ausgeübt werde, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin am Montag während einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung.

"Wir sind bereit, mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale von ihnen, dass sie dazu bereit und willens sind." Die Öl- und Gaspreise sind infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschnellt. Der Ölpreis stieg erstmals seit fast vier Jahren auf mehr als 100 Dollar (rund 86 Euro) pro Barrel. Russland war jahrelang ein wichtiger Lieferant von Öl und Gas für Deutschland und andere EU-Länder. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 wurde der russische Öl- und Gassektor mit zahlreichen EU-Sanktionen belegt.

Putin © AFP

Russland hat seitdem einen Teil seiner Exporte in Länder wie Indien, die Türkei und China umgeleitet. Mit Blick auf Europa sagte Putin am Montag, dass Russland weiterhin Ungarn und die Slowakei beliefern werde, die er als "zuverlässige Partner" bezeichnete. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hatte die EU kurz zuvor aufgefordert, angesichts der steigenden Ölpreise die Sanktionen gegen russisches Öl und Gas auszusetzen.

 19:24

UNESCO äußert "tiefe Sorge" um Welterbestätten

Die UNESCO hat angesichts des Iran-Kriegs ihre "tiefe Sorge" um die Welterbestätten im Nahen Osten geäußert. Seit Beginn der Kampfhandlungen am 28. Februar seien "mehrere Stätten von kultureller Bedeutung" - darunter der Golestan-Palast in Teheran, die Weiße Stadt in Tel Aviv und die römischen Ruinen der libanesischen Stadt Tyros - bei Angriffen getroffen und beschädigt worden, erklärte die UNO-Organisation in einer Erklärung. Sie alle gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Mit der Ausweitung des Konflikts seien auch "zahlreiche Stätten in anderen Ländern der Region und darüber hinaus bedroht", hieß es in der Erklärung weiter. Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Anführer Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

 19:23

Im Krieg keine sichere Durchfahrt durch Straße von Hormuz

Irans Sicherheitschef Ali Larijani schloss eine sichere Durchfahrt in der von seinem Land gesperrten und für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormuz für die Dauer des Krieges aus. Es sei "unwahrscheinlich", dass in der Straße von Hormuz "Sicherheit erreicht werden kann, während die Vereinigten Staaten und Israel in der Region Konflikte schüren", erklärte Larijani am Montag auf X. Paris plant unterdessen Geleitschutz für Schiffe durch die wichtige Handelsstraße.

Konkret arbeitet Frankreich mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Seeverkehr durch die Straße nahe der iranischen Küste zu ermöglichen. Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch im zypriotischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heißeste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei.

Meeresenge für Rohstoffhandel essenziell

Die Meeresenge sei für den internationalen Handel sowie den Transport von Gas und Öl essenziell, sagte Macron. Dem französischen Präsidenten zufolge müsse das Vorgehen sowohl mit europäischen wie nicht-europäischen Partnern vorbereitet werden. Wer konkret bei der Initiative an Bord ist, gab Macron nicht bekannt.

Seit den amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran und Teherans Gegenangriffen passieren kaum noch Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Durch diese wird in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Sie ist auch sehr wichtig für den Transport von Flüssiggas, etwa aus Katar. Der Iran weist Berichte über eine vollständige Sperrung der Straße von Hormuz zurück.

 18:13

Israel gibt Tötung von Chef einer Hisbollah-Einheit bekannt

Im Zuge ihrer Offensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat die israelische Armee den Chef einer im Südlibanon agierenden Hisbollah-Einheit getötet. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sei bei einem Besuch an der Grenze zum Libanon darüber informiert worden, dass der Kommandant der Hisbollah-Einheit Nasser, Abou Hussein Ragheb, bei einem Angriff in der Nacht getötet worden sei, teilte sein Ministerium am Montag mit.

Als eine von drei Hisbollah-Einheiten im Südlibanon ist die Nasser-Einheit im Osten des Gebiets aktiv. Nach dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel im Oktober 2023 hatte sie als erstes eine zweite Front gegen Israel eröffnet und das Nachbarland vom Norden aus angegriffen.

 18:03

WHO-Chef warnt vor Gesundheitsschäden durch Krieg

Angesichts der Eskalation im Iran-Krieg hat der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, vor ernsthaften Gefahren für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Region gewarnt. Beschädigungen an Erdölanlagen im Iran würden das Risiko einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft bergen, schrieb er auf X. Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen seien gefährdet.

Gleichzeitig verwies er auf die Situation im Libanon. Seit Ende Februar seien dort neun Mitarbeiter aus dem Gesundheitswesen getötet worden. 16 weitere seien verletzt worden. 43 medizinische Versorgungszentren und fünf Krankenhäuser mussten dem WHO-Chef zufolge aufgrund von Evakuierungsanordnungen der israelischen Armee schließen. Ghebreyesus rief zu sofortiger Deeskalation auf. "Frieden ist immer die beste Medizin", sagte er.

 16:35

Ölreserven - Paris: Noch keine Entscheidung in G7-Beratungen

Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."

Laut französischem Finanzminister wird die Arbeit in den kommenden Tagen fortgeführt. Man werde die Situation genau beobachten. Bei dem Gespräch der G7-Gruppe führender westlicher Industriestaaten war auch der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, anwesend. Die IEA teilte mit, sie habe über die sich verschlechternden Bedingungen auf den globalen Ölmärkten berichtet. Man habe über alle vorhandenen Optionen gesprochen, auch über die Freigabe von Ölreserven. Die 32 IEA-Mitgliedsländer verfügten über 1,2 Mrd. Barrel Notreserven Öl. Hinzu kämen 600 Mio. Barrel Industrievorräte.

 16:16

NATO zerstörte erneut iranische Rakete über Mittelmeer

Die NATO-Luftabwehr im östlichen Mittelmeer hat nach Angaben der Regierung in Ankara eine zweite ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen. Das Geschoss sei in den türkischen Luftraum eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium am Montag mit. Dies ist bereits der zweite Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche, bei dem das NATO-Mitglied Ziel eines iranischen Geschosses wurde.

Teile der Munition seien in der südöstlichen Provinz Gaziantep niedergegangen, hieß es weiter. Verletzte habe es nicht gegeben. Das Ministerium warnte jedoch, die Türkei werde ohne Zögern die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Alle Parteien seien aufgefordert, die Warnungen Ankaras zu beachten.

Am Mittwoch vergangener Woche war die Türkei erstmals von den Kampfhandlungen direkt betroffen. NATO-Luftabwehrsysteme zerstörten eine iranische ballistische Rakete, die nach Regierungsangaben auf dem Weg in den türkischen Luftraum gewesen war. Nach dem ersten Vorfall verzichtete die Regierung in Ankara darauf, Konsultationen der NATO zu beantragen.

 14:52

USA: US-Staatsbürger sollen die Türkei "jetzt" verlassen

Nachdem die NATO iranische Raketen über der Türkei abgefangen hat, ruft nun die USA ihre Staatsbürger im Südosten der Türkei auf, die Region "jetzt" zu verlassen. Das teilte die US-Botschaft in Ankara im Onlinedienst X (ehemals Twitter) mit.


Das Ministerium hat schon einen Teil seiner Mitarbeiter im Konsulat im südtürkischen Adana wegen "Sicherheitsrisiken" aufgefordert, das Gebiet sofort zu verlassen. Beschäftigte, die "nicht für Notfälle zuständig" sind, sollen mit ihren Angehörigen fliehen. Das Konsulat hat den Betrieb eingestellt.

 14:48

Keine AUA-Flüge nach Dubai, Amman und Erbil bis Mitte März

Die Austrian Airlines setzt Flüge nach und von Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) bis einschließlich 15. März aus. Wie die Fluglinie am Montag weiter bekannt gab, finden auch von und nach Amman (Jordanien) und Erbil (Irak) bis zu diesem Datum keine AUA-Flüge statt. Die israelische Metropole Tel Aviv werde vorerst bis einschließlich 2. April nicht angeflogen. Flüge in die iranische Hauptstadt Teheran seien bis vorerst Ende April ausgesetzt.

 14:30

Vereinigten Arabischen Emirate hat weitere zwölf Raketen abgefangen

Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten mit, ihre Luftabwehr habe zwölf weitere Raketen abgefangen, drei seien zudem im Wasser niedergegangen. Außerdem seien von insgesamt 18 Drohnen alle bis auf eine abgefangen worden. Damit gab es im Land nach offiziellen Angaben bisher Angriffe mit etwa 250 Raketen und 1.400 Raketen. Die Emirate sind bisher besonders stark unter Beschuss. Dort wurden bisher vier Menschen bei Angriffen getötet, mehr als 110 wurden verletzt.

 13:54

EU fliegt 356 Europäer aus Oman nach Rumänien

Die EU-Kommission hat 356 Europäer mit zwei gecharterten Flugzeugen aus dem Oman zurückgeholt. Die im Nahen Osten gestrandeten Bürger seien auf Wunsch der rumänischen Behörden von Oman nach Rumänien geflogen worden und in der Früh angekommen, teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit.


Die Europäische Union habe außerdem bisher 42 Flüge unterstützt, mit denen mehr als 4.100 Europäerinnen und Europäer sicher zurückgebracht worden seien - unter anderem nach Belgien, in die Niederlande und nach Österreich. Insgesamt haben den Angaben nach bisher 23 Mitgliedstaaten die Unterstützung der EU angefordert. In den nächsten Tagen gebe es deshalb weitere Flüge.

 13:44

Starmer warnt vor wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs

Mit einem Andauern des Krieges Israels und der USA gegen den Iran werden aus Sicht des britischen Premierministers Keir Starmer auch wirtschaftliche Folgen für die Menschen im Vereinigten Königreich wahrscheinlicher. Je länger die Situation andauere, desto wahrscheinlicher seien "Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, Auswirkungen auf das Leben und die Haushalte aller Menschen und alle Unternehmen", sagte der Labour-Politiker Starmer am Montag in London.


Die Aufgabe der Regierung sei es, "dem zuvorzukommen, vorauszudenken, die Risiken einzuschätzen, sie zu überwachen und diesbezüglich mit anderen zusammenzuarbeiten". Finanzministerin Rachel Reeves stehe in täglichem Austausch mit der Bank of England, um die Risiken zu bewerten. Das Land berate sich zudem eng mit anderen Staaten.


Die Sorge vieler Menschen vor den Auswirkungen des Krieges könne er verstehen, sagte Starmer. Die britische Wirtschaft stehe allerdings besser da als 2022, als der Ukraine-Krieg einen Energiepreisschock ausgelöst habe.

 13:36

USA: Reisewarnung für Südosten der Türkei

Die USA haben den Südosten der Türkei auf Reisewarnstufe 4 ("Nicht reisen") eingestuft. Stufe 2 ("Erhöhte Vorsicht") gilt für das restliche Land. Das US-Außenministerium forderte nicht zwingend notwendiges Personal sowie Familienangehörige auf, das US-Generalkonsulat in Adana zu verlassen. Darüber informierte die US-Botschaft in der Türkei via Plattform X.



Das türkische Verteidigungsministerium hatte zuvor bekanntgegeben, dass ein Nato-Luftabwehrsystem eine iranische Rakete über der Türkei abgefangen hat.

 13:36

Türkei: NATO zerstörte iranische Rakete über Mittelmeer

Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Raketen wurde der Türkei zufolge über dem östlichen Mittelmeer von NATO-Verteidigungskräften zerstört. Munitionsteile seien in der südöstlichen Provinz Gaziantep niedergegangen, teilt das Verteidigungsministerium am Montag mit. Die Türkei würde alle notwendigen Schritte zu ihrer Verteidigung unternehmen.

 12:28

Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel

Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel sind zwei Menschen getötet worden. Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, bei dem Angriff im Großraum Tel Aviv sei ein 40-jähriger Mann getötet worden. Ein weiterer Mann sei mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Rettungsdienstes Zaka wurde er später für tot erklärt. Ein aus dem Iran abgefeuertes Geschoss sei auf einer Baustelle eingeschlagen, die Betroffenen seien Bauarbeiter.


Israel: Iran setzt bei Angriff erneut Streumunition ein


Der Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welches Gebiet in dem Land genau betroffen gewesen ist, sagte der Armeesprecher jedoch nicht. Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt.


Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.

 12:27

Medien: US-Flugkörper traf Ziel nahe Mädchenschule

Investigativjournalisten haben Zweifel an der Behauptung von US-Präsident Donald Trump, der Iran selbst sei für die Bombardierung einer Mädchenschule mit rund 170 Toten verantwortlich. Wie Rechercheteams von "New York Times" und der Plattform Bellingcat unabhängig voneinander herausfanden, zeigt ein am Sonntag von der iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichtes Video den Einschlag eines US-Flugkörpers in der Nähe der Schule in der Stadt Minab im Süden des Landes.


Tomahawk-Marschflugkörper traf Einrichtung der Revolutionsgarde


Im nur wenige Sekunden langen Clip sei zu sehen, wie ein US-Tomahawk-Marschflugkörper am 28. Februar eine Einrichtung der iranischen Revolutionsgarde treffe, schreibt Bellingcat. Das von den Journalisten überprüfte Videomaterial zeige zudem, wie bereits Rauch aus der Nähe der Mädchenschule aufsteige.


Die "New York Times" gibt an, der US-Marschflugkörper treffe einen Marinestützpunkt neben der Schule. "Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawks einsetzt", so die Zeitung.

 12:27

Menschenrechtler: Israel hat weißen Phosphor im Libanon eingesetzt

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat Israel vorgeworfen, bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon verbotenerweise weißen Phosphor eingesetzt zu haben. Die Organisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, hieß es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter sprach darin von schweren Folgen für Zivilisten. Die Brandeigenschaften von weißem Phosphor könnten zum Tod oder schweren Verletzungen führen.


Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorwurf. Weißer Phosphor entzündet sich durch den Kontakt mit Sauerstoff in der Luft und brennt so lange weiter, bis entweder nichts mehr übrig ist oder die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird. Ein Zusatzprotokoll der Genfer Konventionen über das Kriegsvölkerrecht verbietet den Einsatz von Phosphorwaffen, wenn das Risiko besteht, dass sie vor allem Zivilisten treffen.


Vor dem Angriff am 3. März hatte das israelische Militär die Zivilbevölkerung zur Evakuierung und einem Abstand von mindestens tausend Metern vom Angriffsgebiet aufgerufen, heißt es in dem HRW-Bericht. Es habe nicht verifiziert werden können, ob Menschen in dem Gebiet durch weißen Phosphor zu Schaden gekommen seien.

 11:32

Putin sagt neuem Ober-Mullah Unterstützung zu

Der russische Präsident Wladimir Putin gratuliert dem neuen Ober-Mullah Mojtaba Chamenei zu seiner Ernennung. Laut einer Mitteilung des Kremls sei Putin überzeugt, dass Chamenei das Werk seines Vaters "mit Ehre" fortführen wird. Er wird das iranische Volk "angesichts schwerer Prüfung" einen, so der Kreml-Chef.


Gleichzeitig betont er, dass Russland weiter an der Seite Irans stehe. Er spricht von "unerschütterlicher Unterstützung" sowie Solidarität mit "unseren iranischen Freunden".

 10:13

US-Minister Hegseth: Iran wird "kapitulieren"

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte laut "Daily Mail" in der Sendung "60 Minutes" (des US-TV-Senders CBS), dass Amerika "sicherstellen werde, dass ihre nuklearen Ambitionen niemals verwirklicht werden", als er nach der Operation im Iran gefragt wurde.


Hegseth sagte: "Wir sind bereit, so weit zu gehen, wie es nötig ist, um erfolgreich zu sein."


Als er anschließend nach der Option gefragt wurde, Bodentruppen ("boots on the ground") zu entsenden, sagte der US-Minister: "Wir behalten uns das Recht vor – wir wären völlig unklug, wenn wir uns nicht das Recht vorbehalten würden, jede erdenkliche Option in Betracht zu ziehen, ob sie nun Bodentruppen einschließt oder nicht."


Hegseth wurde auch gefragt, was Präsident Donald Trump meinte, als er sagte, die USA forderten eine "bedingungslose Kapitulation".


"Es bedeutet, dass wir kämpfen, um zu gewinnen. Es bedeutet, dass wir die Bedingungen festlegen. Wir werden wissen, wann sie nicht mehr in der Lage sind zu kämpfen. Es wird einen Punkt geben, an dem sie keine andere Wahl haben werden, als dies zu tun. Ob sie es wissen oder nicht, sie werden kampfunfähig sein. Sie werden kapitulieren", antwortete er.


Der Verteidigungsminister merkte an, dass Trump letztendlich die Bedingungen für die Kapitulation des Irans festlegen werde.

 10:04

China weist Trump-Drohung gegen Khamenei-Nachfolger zurück

China weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Nachfolger an der Spitze des Irans zurück. China lehne eine Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder unter jeglichem Vorwand ab, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Die Sicherheit, Souveränität und territoriale Integrität des Irans müssten respektiert werden. Erneut forderte Peking Verhandlungen und ein sofortiges Ende der Militäroperationen.


Trump hatte dem Iran am Wochenende gedroht, dass ein Nachfolger des bei einem israelischen Luftangriff getöteten obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden. Kurze Zeit später wurde Ali Khameneis Sohn Mojtaba Khamenei als Nachfolger bekanntgegeben.

 08:58

Iran setzt bei Angriff erneut Streumunition ein

Der Iran hat bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition eingesetzt. Welches Gebiet in dem Land genau betroffen gewesen ist, sagte der Armeesprecher jedoch nicht. Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt.


Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist. Israel hat dem Iran vorgeworfen, mit dieser Art von Munition absichtlich auf zivile Gebiete geschossen zu haben. Die Armee warnt die Bürger des Landes immer wieder, sich den Bomben nach Einschlägen nicht zu nähern.

 08:28

TV: Türkei verlegt sechs F-16 Kampfjets nach Nordzypern

Die Türkei plant dem TV-Sender NTV zufolge die Verlegung von sechs F-16-Kampfflugzeuge nach Nordzypern. Sie sollten die Verteidigung der dortigen türkischen Gemeinschaft sicherstellen, berichtete der Sender unter Berufung auf einen Vertreter der Zivilluftfahrtbehörde der Türkischen Republik Nordzypern. Am Samstag hatte ein Insider aus dem türkischen Verteidigungsministerium bereits gesagt, dass die Türkei die Verlegung der Jets erwäge.

 08:05

USA "bestürzt" über Israel-Angriffe auf Öl-Infrastruktur

Laut dem Portal "Axios" ist die US-Regierung "bestürzt" über die jüngsten Angriffe Israels gegen die iranische Öl-Infrastruktur. Dem Bericht zufolge gingen die Angriffe auf 30 iranische Treibstofflager "weit über das hinaus, was die USA erwartet hatten, als Israel sie im Voraus darüber informierte". Zwischen den USA und Israel habe das eine Meinungsverschiedenheit ausgelöst.


Die USA hätten Sorgen, dass die Angriffe die iranische Bevölkerung für die Unterstützung des Regimes mobilisieren könnten. Den Amerikanern sind auch die wegen der Angriffe steigenden Ölpreise ein Dorn im Auge.

 06:52

Iran droht mit "neuer Phase des Krieges"

Nachdem die israelische Armee die Öl-Infrastruktur Irans angegriffen hat, drohte das Land seinerseits mit einer "neuen Phase" des Krieges. "Der Krieg ist in eine neue Phase eingetreten. Angriffe auf Irans Öl- und Treibstoff-Depots werden mit regionaler Vergeltung beantwortet", sagte ein iranischer Offizieller gegenüber dem US-Sender "CNN". Er drohte ebenfalls mit Angriffen auf Energieinfrastruktur in der Region.

 06:26

Ölpreis steigt weiter, Börsen brechen ein

Der sich ausweitende Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat den Ölpreis am Montag auf den höchsten Stand seit Juli 2022 getrieben und die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt geschickt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in der Spitze um fast 20 Prozent auf 111,04 Dollar. Die Furcht vor Lieferengpässen, steigender Inflation und höheren Zinsen ließ die Anleger aus Aktien flüchten und trieb sie in den als sicher geltenden US-Dollar.

 06:25

Israelische Armee setzt Angriffe auf Iran und im Libanon fort

Israels Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon fort. Die Luftwaffe habe eine neue Welle an Attacken gegen Infrastruktur der iranischen Führung im Zentrum des Landes begonnen, teilte die Armee in der Nacht auf Montag mit. Zudem sei Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden. Indes gab die Armee Entwarnung für die eigene Bevölkerung, nachdem der Iran Raketen auf Israel gefeuert hatte.

 06:25

Über 30 Verletzte nach iranischem Drohnenangriff auf Bahrain

Bei einem iranischen Angriff auf die Insel Sitra in Bahrain sind nach bahrainischen Regierungsangaben mindestens 32 Menschen verletzt worden. Mindestens vier Menschen seien bei dem Drohnenangriff am frühen Montagmorgen schwer verletzt worden, unter diesen Schwerverletzten seien auch Kinder, teilte das Innenministerium laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur mit. Alle Verletzten seien Bürger des Königreichs.


In Sitra seien zudem mehrere Häuser in Sitra bei einem Angriff beschädigt worden. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten zwei laute Explosionen auf der Insel.

 06:18

Raketenangriff auf Israel nach Machtübernahme von Khamenei-Sohn

Kurz nach der Ernennung von Mojtaba Khamenei zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran hat Teheran Israel mit Raketen angegriffen. "Iran hat unter (...) Mojtaba Khamenei die erste Welle von Raketen auf die besetzten Gebiete abgefeuert", berichtete der staatliche Sender Irib am Montag auf Telegram. Der Sender veröffentlichte ein Foto eines Projektils, das die Aufschrift "Auf Ihren Befehl Sayyid Mojtaba" trug. Sayyid ist ein Ehrentitel im schiitischen Islam.


In der Nacht auf Montag meldete auch die israelische Armee wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran. In der Küstenmetropole Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten in der Nacht die Sirenen. Die Luftabwehr war im Einsatz, wie das Militär auf Telegram mitteilte.


Angriffe auch am Sonntag


Der Iran hatte bereits zuvor am Sonntag nach eigenen Angaben Angriffe auf Ziele in Israel sowie auf US-Stützpunkte in der Golfregion gestartet. Es seien "Raketen der neuen Generation" in Richtung Tel Aviv, der Negev-Wüste und auf Luftwaffenstützpunkte der USA in der Region abgefeuert worden, hieß es am in einer von iranischen Medien verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden.